„Schranke war zu“

Vier Tote in Belgien – Zug kracht in Schulbus

Ausland
26.05.2026 17:47

Bei einem Unfall Dienstagmorgen sind in Belgien mehrere Menschen ums Leben gekommen. An einer Eisenbahnkreuzung ist ein Kleintransporter, der für Schülertransporte genützt wurde, von einem Passagierzug gerammt worden. Unter den Todesopfern befinden sich auch zwei Kinder.

Der fatale Crash ereignete sich kurz nach 8 Uhr in der 15.000-Seelen-Gemeinde Buggenhout in der Region Flandern. Beim Schulbus handelte es sich um einen Transport von Kindern zu einer Sonderpädagogischen Anstalt. Insgesamt saßen im Unfallfahrzeug sieben Kinder im Alter von zwölf und 15 Jahren, der Lenker (49) und eine Begleitperson (27).

Überlebende schwer verletzt
Durch den Aufprall wurde der Kleinbus rund 15 Meter weit gegen einen Mast geschleudert. Die fünf weiteren Kinder, die im Schulbus saßen, wurden schwer verletzt.

Bus fuhr trotz geschlossener Schranke
Wie es zum folgenschweren Crash kam, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. Fest stehen folgende Fakten: Der Bahnübergang befindet sich rund einen Kilometer vom Bahnhof der Stadt entfernt, der Passagierzug hatte bereits ein Bremsmanöver eingeleitet. Die Ampeln waren auf Rot geschaltet, die Schranken unten. „Wir haben Videomaterial, das dies beweist“, betonte Verkehrsminister Jean-Luc Crucke. „Wir wissen nicht, wie es zu dem Unfall kommen konnte.“

„Ganz Europa trauert“
„Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Den Verletzten wünsche ich viel Kraft“, schrieb der belgische Innenminister Bernard Quintin am Dienstag im Onlinedienst X. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte ebenfalls auf X: „Heute trauert Europa mit Belgien.“ Die flämische Bildungsministerin Zuhal Demir zeigte sich fassungslos auf X: „Was für eine herzzerreißende Nachricht aus Buggenhout! Meine Gedanken sind bei allen Opfern, ihren Familien und allen Betroffenen.“

Bürgermeister: „Gemeinde ist enorm getroffen“
Bürgermeister Geert Hermans sprach bei einer Pressekonferenz, bei der auch eine Schweigeminute abgehalten wurde, von einer „enorm getroffenen Gemeinde“. „Wir vom Krisenstab und die gesamte Gemeinde sind zutiefst erschüttert und betroffen von dem Geschehenen“, so Hermans weiter. Der Ortschef bedankte sich gleichzeitig für die Hilfe der Rettungskräfte.

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