Der Sommer hat uns wieder: 30 Grad im Schatten und die Verkehrslawine in Richtung Süden rollt wieder über unsere Autobahnen. Und auch Herr und Frau Österreicher machen sich auf ans Meer. Eines unserer Lieblingsziele: Kroatien. Eine der schönsten Küsten des Planeten, mit historischen Altstädten, viel Kultur und wunderbarer Kulinarik. Nur leider mit geradezu explodierenden Preisen.
EINERSEITS liegt es wohl an der vor Jahr und Tag erfolgten Euro-Einführung, die in Kroatien so wie früher auch in anderen EU-Mitgliedsländern einen Preisschub zeitigte.
ANDERERSEITS ist gegenwärtig die Inflation in Kroatien doppelt so hoch wie jene des EU-Durchschnitts. Die Preise in der Gastronomie und allgemein im Bereich des Tourismus sind nicht nur um einige Prozentpunkte gestiegen, sondern haben sich tendenziell da und dort sogar verdoppelt. Nicht umsonst fordert Kroatiens Tourismusminister Tonči Glavina die gesamte Tourismuswirtschaft auf, die Preise für den Sommer um zehn bis 20 Prozent zu verringern. Andernfalls fürchtet er massive Einbrüche bei der touristischen Nachfrage.
Zu befürchten ist allerdings, dass dieser Appell ungehört verhallt. Der Krieg im Nahen Osten und die massive Verteuerung der Flüge sprechen nämlich für den Urlaub im nahe liegenden, mit dem Auto erreichbaren Kroatien – Teuerung hin, Teuerung her.
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