Sieg in 48 Minuten

Roboter lief Konkurrenz bei Halbmarathon davon

Digital
19.04.2026 08:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei einem Halbmarathon in China sind Roboter der menschlichen Konkurrenz erstmals davongelaufen. In Peking überquerte die ferngesteuerte Version des Humanoids „Blitz“ trotz eines Sturzes kurz vor dem Ende nach 48 Minuten und 19 Sekunden als Erster die Ziellinie.

Gewonnen hatte deshalb ein weiterer „Blitz“ in der autonom laufenden Version, der nach 50 Minuten und 26 Sekunden ins Ziel rannte. Die Bestzeit von zwei Stunden, 40 Minuten und 42 Sekunden des Roboters „Tiangong Ultra“ aus dem Vorjahr wurde damit deutlich unterboten. Der bestehende Halbmarathon-Weltrekord eines Menschen liegt bei 57 Minuten und 20 Sekunden.

Roboter in TV und Alltag
In China, wo die Kommunistische Partei sogenannte verkörperte Künstliche Intelligenz fördert und das Land in eine Führungsposition bringen will, sind die Roboter schon länger auf Messen oder in TV-Galashows als Tänzer oder Boxer im Ring zu sehen.

Video: Dieser Roboter war weniger erfolgreich

Wichtiger Stresstest
Lorenzo Masia von der Technischen Universität München sieht darin einen wichtigen Stresstest für die Roboter. „Eine Distanz von 21 Kilometern zu bewältigen, erfordert nicht nur effiziente Fortbewegung, sondern auch Robustheit, Energiemanagement, thermische Stabilität sowie zuverlässige Wahrnehmung und Steuerung über längere Zeiträume“, sagt der Direktor des Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence.

Bilder der Roboter:

Die Zahl der Entwicklerteams aus Unternehmen und Hochschulen lag in diesem Jahr fünfmal höher, ...
Die Zahl der Entwicklerteams aus Unternehmen und Hochschulen lag in diesem Jahr fünfmal höher, weshalb Dutzende weitere Humanoide an den Start gingen. Einige stürzten unterwegs oder prallten in die Begrenzungen der Rennstrecke.(Bild: AP/Andy Wong)
(Bild: AFP/PEDRO PARDO)
(Bild: AFP/PEDRO PARDO)
(Bild: AFP/PEDRO PARDO)

Prüfung auf Alltagstauglichkeit
Langandauernde Fortbewegung zwinge die Entwickler dazu, zentrale Engpässe anzugehen, wie die Batterieleistung, Haltbarkeit von motorischen Antriebseinheiten, Echtzeitsteuerung und Fehlertoleranz, sagt Masia.

Einsatzfähig wären Roboter künftig etwa im Haushalt oder in gefährlichen Umgebungen wie Bränden oder bei Rettungseinsätzen.

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