Damit könnte Politikwissenschafterin Barbara Prainsack auf den ersten Blick ordentlich für Unmut sorgen: In ihrem Buch „Datenschutzverkauf“ appelliert sie für einen neuen Umgang mit „unseren“ Daten. Konkret: einen „erwachseneren“ Weg, statt einer „Meins!“-Taktik. Böse? Nun ja. Wer etwas länger überlegt, könnte ihr zumindest im Ansatz zustimmen müssen. Aber lesen Sie selbst!
Daten und der Umgang damit sind ein leidiges Thema. Gerade uns Österreichern sind „unsere“ Daten heilig. Aber in Zeiten von Digitalisierung und Co. drängt sich ein intensiveres Nachdenken darüber auf. „Wir reden über Daten oft nur in zwei Extremen: entweder als Gefahr – oder als großes Geschäft“, erklärt Politikwissenschafterin Barbara Prainsack. Jedoch: „Beides greift zu kurz.“
„Daten sind längst Teil unseres Alltags“, so die Expertin der Universität Wien. „Sie entstehen überall dort, wo wir leben, arbeiten, uns bewegen. Genau deshalb müssen wir endlich erwachsener damit umgehen. Daten müssen geschützt werden – klar. Aber es geht auch um Verantwortung, um Fairness und darum, dass sie allen etwas bringen, nicht nur einigen wenigen.“
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