Die Pneumokokkenfälle haben im Vorjahr in Österreich einen neuen Rekord erreicht: Die Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) registrierte 944 Erkrankungen. Häufig betroffen waren demnach ältere Menschen.
Die höchste Inzidenz wurde in der Gruppe der über 80-Jährigen gemessen. „In dieser Gruppe sehen wir – aufgrund des nachlassenden Immunsystems und oft vorhandener weiterer Krankheiten – besonders oft Komplikationen (...)“, sagte Eveline Kink, Leiterin der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie am LKH Graz. 64 Menschen sind im Vorjahr an Pneumokokken gestorben. Männer erkrankten häufiger als Frauen.
Bereits 2024 wurden in Österreich so viele invasive Pneumokokkenfälle registriert wie noch. Damals waren es 812. Pneumokokkeninfektionen äußern sich vor allem in Form einer besonders schweren Lungenentzündung, einer Blutvergiftung (Sepsis) oder Hirnhautentzündung (Meningitis). Die Bakterien breiten sich durch Husten oder Niesen in der Luft aus. Es gibt mehr als 100 Arten, nicht alle davon sind in der Lage, schwerwiegende Infektionen hervorzurufen. Risikofaktoren sind beispielsweise ein geschwächtes Immunsystem, chronische Erkrankungen wie Herz- und Lungenerkrankungen, Diabetes und Lebererkrankungen.
Die Infektionen können mit Antibiotika wie Penicillin behandelt werden. Seit November 2025 können sich Personen ab 60 Jahren und Risikogruppen in Österreich kostenlos gegen Pneumokokken impfen lassen. Laut dem Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) haben das Angebot bisher mehr als 21.000 Menschen genutzt. 400.000 Impfdosen wurden ausgeliefert. „Die Auswertungen der AGES zeigen, dass die modernen Impfstoffe einen Großteil der letztes Jahr kursierenden Serotypen – also der verschiedenen Untergruppen – der Pneumokokken abgedeckt haben, vermutlich also viele Krankheitsfälle zu verhindern gewesen wären“, heißt es in einer Aussendung des ÖVIH.
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