Letzter rot-weiß-roter Test für die anstehende Fußball-WM in Nordamerika: Österreich trifft auf Tunesien. Wir berichten live (siehe unten).
Hier der LIVETICKER:
Über zwei Wochen vor dem ersten WM-Match wartet auf Österreichs Fußball-Nationalteam der letzte Härtetest. Die ÖFB-Auswahl bestreitet heute Abend im Wiener Happel-Stadion ein Länderspiel gegen Tunesien, das als Generalprobe für die Endrunde und vor allem für das Auftaktmatch am 17. Juni gegen Jordanien dient. Teamchef Ralf Rangnick hofft darauf, drei Tage vor dem Abflug in die USA letzte wichtige Eindrücke sammeln und einen Sieg holen zu können.
Tunesien sei als Gegner bewusst ausgewählt worden, um sich auf das Duell mit Jordanien einzustellen. „Es gibt Ähnlichkeiten in der Spielweise. Die Spielweise von Jordanien ist auch auf Konter ausgerichtet und aus einem tiefen Block spielend“, erklärte Rangnick.
Aufstellung gegen Tunesien wird jener gegen Jordanien ähneln
Die Herangehensweise seiner Mannschaft bleibt unverändert. „Wir werden versuchen, unser Spiel so gut wie möglich auf den Platz zu bringen“, sagte Rangnick. Mit angezogener Handbremse werde man nicht agieren, denn damit „kannst du bei unserer Spielweise kein Spiel bestreiten. Das bedeutet aber nicht, dass man in Zweikämpfen Kopf und Kragen riskiert, so clever sind die Jungs auch.“
Die Startaufstellung gegen Tunesien wird deutliche Rückschlüsse auf das Jordanien-Match zulassen, verriet der 67-Jährige. Bei der Generalprobe eines Musicals oder Theaterstücks werde auch nicht die zweite Garnitur auf die Bühne gestellt, betonte der Deutsche. „Man kann schon davon ausgehen, dass es weitestgehend die Elf ist, die auch gegen Jordanien spielen könnte.“
Schon zur Pause werde es „den einen oder anderen Wechsel“ geben, weitere dürften im Laufe der Partie folgen. Für die Spieler besteht die letzte Möglichkeit vor der WM, in einem Länderspiel Eigenwerbung zu betreiben, weil der für 11. Juni in der Nähe von Los Angeles geplante Test gegen Guatemela abgesagt wurde. Rangnick war darüber alles andere als unglücklich. „Ich bin da überhaupt nicht böse.“
Die Absage beeinflusse die WM-Vorbereitung „eher positiv“, so Rangnick, weil man sich dadurch unter anderem zwei mehrstündige Busreisen von Santa Barbara in den Großraum Los Angeles erspare. Man werde dafür ein Trainingsspiel mit elf gegen elf, eigenen Trikots und möglicherweise auch eigenem Schiedsrichter absolvieren.
„Adler von Karthago“ in WM-Quali souverän
Gegner Tunesien testet am 6. Juni noch gegen Belgien, bei der WM geht es für die Nordafrikaner gegen Schweden, Japan und die Niederlande. Als Teamchef fungiert seit Jänner dieses Jahres der Franzose Sabri Lamouchi, zu den bekannten Spielern des Weltranglisten-44. (Österreich ist 24.) zählen Rani Khedira (Union Berlin) und Ellyes Skhiri (Eintracht Frankfurt). Beim jüngsten Afrika Cup war für die „Adler von Karthago“ bereits im Achtelfinale Endstation, die Qualifikation für die Endrunde in Nordamerika gelang allerdings mit neun Siegen und einem Unentschieden aus zehn Matches souverän.
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