„In raschem Tempo“

Trump widerspricht Iran: „Gespräche gehen weiter“

Außenpolitik
01.06.2026 21:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nachdem es aus dem Iran hieß, dass man die Verhandlungen über ein Kriegsende ausgesetzt habe, widerspricht US-Präsident Donald Trump diesen Angaben. „Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran gehen in raschem Tempo weiter“, erklärte Trump.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte erklärt, dass die Gspräche mit den USA auf Eis gelegt wurden – dies wurde mit „anhaltenden Verbrechen“ Israels im Libanon begründet. „Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus“, wurde berichtet. 

Israel soll Truppen zurückbeordert haben
Doch wie Trump auf seiner Plattform Truth Social erklärte, hätten ihm Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon ein Ende der gegenseitigen Angriffe zugesagt. Zudem werde Israel – anders als angedroht – keine Truppen in die libanesische Hauptstadt Beirut entsenden. Weiters seien alle Soldaten, die unterwegs gewesen seien, zurückbeordert worden.

Nach israelischen Angriffen steigt am Montag Rauch über einer Ortschaft im Südlibanon auf.
Nach israelischen Angriffen steigt am Montag Rauch über einer Ortschaft im Südlibanon auf.(Bild: AFP/JALAA MAREY)

Der Entscheidung sei ein „sehr produktives“ Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu sowie ein „sehr gutes“ Gespräch mit ranghohen Vertretern der Hisbollah vorangegangen, teilte Trump weiter mit. Die Hisbollah und Israel äußerten sich zunächst nicht. Die Lage zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon hat sich zuletzt deutlich zugespitzt.

Iran rief Menschen in Nordisrael zur Flucht auf
Der Iran hatte Israel eindringlich vor Angriffen auf Vororte von Libanons Hauptstadt Beirut gewarnt. Das iranische Militärhauptquartier Khatam al-Anbiya forderte die Bewohner von Israels Norden im Staatssender IRIB zur Flucht auf, „um keinen Schaden zu nehmen“, falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte. Zuvor hatte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte im Staatssender gesagt, für den Iran sei Israels Krieg im Libanon gegen die proiranische Hisbollah-Miliz nicht länger hinnehmbar.

Er sprach eine Warnung für Israel und „seine westlichen Unterstützer“ aus. Das israelische Militär hatte die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Flucht aufgerufen. Eine Waffenruhe im Libanon gilt als Teil der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Zuletzt hatte der iranische Außenminister Abbas Araqchi auf X bekräftigt, dass aus iranischer Sicht die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran den Libanon einschließe.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung