Während die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah weiter an Intensität gewinnen, setzen Vertreter Israels und des Libanon ihre politischen Gespräche in Washington fort. Die Chancen auf eine nachhaltige Entspannung gelten jedoch als begrenzt.
Inmitten der sich zuspitzenden Lage zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon kommen israelische und libanesische Regierungsvertreter am Dienstag und Mittwoch zu weiteren direkten politischen Gesprächen zusammen. Es ist die vierte derartige Gesprächsrunde. Sie sollen früheren Angaben zufolge wie die vorigen Verhandlungen auch in der US-Hauptstadt Washington abgehalten werden. Die Lage zwischen Israel und der Hisbollah hatte sich zuletzt deutlich zugespitzt.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu kündigte auch neue Angriffe auf Ziele der Hisbollah in den Wohngebieten der Vororte der Hauptstadt Beirut an. Auch im Süden des Landes greift das israelische Militär weiter massiv an und rückt dort mit seinen Truppen auch immer weiter ins Landesinnere fort. Auch die mit dem Iran verbündete Hisbollah verstärkte ihrerseits die Angriffe auf Nordisrael.
Libanon will Ende der Kämpfe oder Waffenruhe
Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg zwischen Israel und der Hisbollah. Sie fordert bei den Gesprächen zunächst vor allem ein Ende der Kampfhandlungen und einen dauerhaften Waffenstillstand. Israel will eine Entwaffnung der Hisbollah durchsetzen. Eine Normalisierung der Beziehungen hat die libanesische Regierung unter den aktuellen Bedingungen mehrfach ausgeschlossen. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen ab. Sie hat die Gespräche mehrfach als Kapitulation bezeichnet.
Im Rahmen der Gespräche war Mitte April erstmals eine Waffenruhe erklärt worden. Sie wurde daraufhin mehrmals verlängert. Faktisch ging der Krieg jedoch weiter. Die Kampfhandlungen wurden seitdem nicht eingestellt.
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