Eine Viertelstunde mehr Schlaf – klingt nach wenig, kann aber bei Jugendlichen erstaunlich viel bewirken. Eine aktuelle Studie zeigt nämlich: Wer 15 Minuten länger schlummert, darf sich über eine bessere Gehirnleistung und Konzentration sowie stärkere kognitive Fähigkeiten freuen. Das zahlt sich doch aus!
Wer hätte gedacht, dass der Weg zum schlaueren Teenager nicht (nur) über Nachhilfe, sondern über ein paar Minuten mehr im Bett führt? Eine aktuelle Studie legt genau das nahe: Schon eine zusätzliche Viertelstunde Schlaf kann die Gehirnfunktion von Jugendlichen messbar verbessern.
Dabei sind sich Fachleute längst einig: Acht bis zehn Stunden Schlaf pro Nacht wären für Teenager ideal. Schließlich ist die Jugend eine Hochphase für die Entwicklung des Gehirns. Doch die Realität sieht leider anders aus. Selbst die „Langschläfer“ der Studie kamen im Schnitt nur auf etwas mehr als sieben Stunden – von der Empfehlung also deutlich entfernt.
Um das Schlafverhalten möglichst genau zu erfassen, griff das Forschungsteam nicht auf Befragungen zurück, sondern auf Daten der größten US-Langzeitstudie zur Gehirnentwicklung und Kindergesundheit. Dafür trugen Jugendliche Fitnesstracker, die ihr Schlafverhalten aufzeichneten. Die rund 4.400 Teilnehmer zwischen elf und 14 Jahren wurden anhand der gewonnenen Daten in drei Gruppen eingeteilt: Gruppe 1 schlief durchschnittlich 7 Stunden und 10 Minuten, Gruppe 2 hingegen 7 Stunden und 21 Minuten, Gruppe 3 (die Langschläfer) schaffte 7 Stunden und 25 Minuten. Zwischen den besten und schlechtesten Schläfern lagen also maximal 15 Minuten.
Langschläfer haben bessere Gehirnfunktionen
Genau diese kleine Zeitspanne hatte es aber in sich: Jene Burschen und Mädchen, die im Schnitt am längsten schlummerten, schnitten bei Tests zu Wortschatz, Problemlösung und Konzentrationsfähigkeit am besten ab. Diese Gruppe wies zudem das größte Gehirnvolumen und die besten Gehirnfunktionen auf. Die Kurzschläfer hingegen bildeten das Schlusslicht.
Interessant: Was die schulischen Leistungen betrifft, zeigten sich keine großen Unterschiede zwischen den Gruppen. Vielleicht, weil Mathetests um acht Uhr Früh, humorvoll betrachtet, grundsätzlich eine eigene Herausforderung darstellen – egal, wie lange die Nachtruhe gedauert hat.
Ein weiteres Ergebnis betrifft die Herzfrequenz: Die besser ausgeschlafenen Jugendlichen hatten nachts einen ruhigeren Puls, was auf erholsameren Schlaf hindeutet. Weniger Schlaf ging dagegen häufiger mit unruhigem Schlaf, häufigem Aufwachen und Tagesmüdigkeit einher.
Bleibt – den Studienautoren zufolge – noch die Frage: Warum schlafen viele Teenager überhaupt so wenig bzw. später ein? Liegt es an der Nutzung des Smartphones im Bett oder doch an der inneren Uhr, die einfach später „auf Nachtmodus“ schaltet? Die Forschung ist sich hier noch nicht ganz einig.
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