Feiern, als wäre es das letzte Heimspiel der Saison – das war die Devise im Liebenauer „Bunker“, in dem 4126 Fans ihre 99ers gegen den HC Pustertal zu einem 5:2-Sieg peitschten! Denn wenn die Grazer von der Auswärtsfahrt nach Bruneck am Mittwoch zurückkehren, könnten sie schon die Karl-Nedwed-Trophy im Gepäck haben ...
Vor Spielstart waren noch die hinterlassenen Spuren des vorangegangenen Matches ersichtlich gewesen: Manuel Ganahl bekam anlässlich der am Freitag geknackten Spiele-Marke ein Trikot mit der Rückennummer 900 von Präsident Herbert Jerich überreicht. Und Kevin Conley – er hatte einen Puck ins Gesicht bekommen – fuhr mit Vollvisierhelm ein.
Prompt war es „Maskenmann“ Conley, der für die Grazer Führung sorgte (11.) und einen Schuss von Korbinian Holzer mit seinem Körper entscheidend ins Tor abfälschte. „Wir wissen, dass Pustertal ein sehr gutes Powerplay hat“, warnte Holzer im TV-Interview in der ersten Drittelpause.
Pustertal-Ärger über 2:1 der 99ers
Was die 99ers ausgerechnet nach einer Strafe gegen ihren Kapitän mit dem Ausgleich (Blum/29., PP) in Pustertaler Überzahl zu spüren bekamen. Viereinhalb Minuten später brachte Swaney nach einem Konter über Ganahl die 99ers aber wieder in Führung. Zum lautstarken Unmut der Gäste und deren Fans, die sich zuvor einen Pfiff wegen Stockschlags gegen Holzer erhofft hätten. Marcus Vela (39.) sorgte per Direktabnahme noch vor der zweiten Drittelpause aber für klare Verhältnisse.
Zwei Tore von Paul Huber (41., 45.) versetzten den Pustertaler „Wölfen“ den endgültigen Todesstoß, ehe Rok Ticar (47.) verkürzte und den 5:2-Endstand herstellte. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel der Finalserie haben sich die 99ers nun vier Chancen auf den entscheidenden vierten Erfolg erspielt. Bereits am Mittwoch (Spielbeginn 19.45 Uhr in Bruneck) könnten die 99ers als neuer Champion feststehen.
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