Verdächtiger gefasst

Nach „Fahrrad-Bankraub“: Zugriff auf Tennisplatz

Kärnten
19.04.2026 19:00

Paukenschlag im Fall des gesuchten „Fahrrad-Bankräubers“ in Kärnten: Laut „Krone“-Informationen soll den Ermittlern nun ein Verdächtiger (49) ins Netz gegangen sein – neben einem „Center Court“ in Klagenfurt.

„Vorteil Polizei“ – unter diesem Motto sollen Donnerstagnachmittag auf einem Tennisplatz in Klagenfurt die Handschellen geklickt haben. Grund des gezielten Polizeieinsatzes: die Festnahme des mutmaßlichen Bankräubers von Ferlach. Wie mehrfach berichtet, überfiel am 16. März ein offensichtlich maskierter Täter die Filiale inmitten des Josefimarkt-Trubels und flüchtete mit großer Beute (rund 200.000 Euro) – auf einem Fahrrad.

Polizeieinsatz in dieser Wohnsiedlung in Ferlach.
Polizeieinsatz in dieser Wohnsiedlung in Ferlach.(Bild: Dieter Arbeiter)
Der Täter auf dem „Drahtesel“
Der Täter auf dem „Drahtesel“(Bild: LPD Kärnten)
Das gestohlene Fluchtfahrrad
Das gestohlene Fluchtfahrrad(Bild: zVg)
Aus diesem Abstellraum soll der Täter das Mountainbike gestohlen haben“.
Aus diesem Abstellraum soll der Täter das Mountainbike gestohlen haben“.(Bild: Dietmar Arbeiter)
Polizeieinsatz in dieser Wohnsiedlung in Ferlach.
Polizeieinsatz in dieser Wohnsiedlung in Ferlach.(Bild: Dietmar Arbeiter)
(Bild: LPD Kärnten)
(Bild: LPD Kärnten)

Genau auf diesen Drahtesel bauten schließlich die Kärntner Ermittler – bis vor Kurzem allerdings erfolglos. Vor wenigen Tagen dann aber der Durchbruch: „Freunde haben mich angerufen und gefragt, ob das nicht mein Mountainbike auf den Fahndungsfotos ist. Also bin ich dann mal in unseren Fahrradabstellraum – und tatsächlich: Mein Mountainbike war weg“, erzählt der legitime Besitzer des Fluchtfahrrades im Gespräch mit der „Krone“.

Razzia an Wohnadresse
„Das ist mein altes Zweit-Rad, und ich habe es schon länger nicht mehr benutzt. Deswegen ist mir gar nicht aufgefallen, dass es weg war.“ Umgehend erstattete der Ferlacher dann aber Anzeige bei der Polizei. In Folge setzte sich Kriminal-Puzzle nach und nach zusammen – und führte schlussendlich zum 49-jährigen Verdächtigen.

Der im selben Wohnblock lebte, aus dessen Abstellraum er auch das zweirädrige Tatfahrzeug gestohlen hatte. Und so schlug die Polizei jetzt zu. In Folge des Zugriffes nach einem Tennismatch in Waidmannsdorf rückte ein Großaufgebot an Ermittler zur Razzia an dessen Wohnadresse nach Ferlach aus. Ob das erbeutete Geld oder andere Beweise dabei sichergestellt worden sind, ist (noch) unbekannt. Aber: „Ja, es gab größere Polizeieinsätze, die in Verbindung mit dem Bankraub steh, so Rainer Dionisio von der Landespolizeidirektion.

Vom talentierten Musiker zum Bankräuber
Auch vonseiten der Staatsanwaltschaft wird bestätigt, dass ein Verdächtiger im Zuge der Ermittlungen in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert, und mittlerweile auch bereits die Untersuchungshaft über diesen verhängt worden ist. Es gäbe ausreichend Indizien, wie auch einen schwer belastenden DNA-Beweis. Dennoch zeigt sich der mutmaßliche Bankräuber bis dato (noch) nicht geständig.

Das Motiv des Verdächtigen stellt selbst enge Freunde des 49-Jährigen vor große Rätsel. Fest steht allerdings: Aus der einst vom durchaus talentierten Klagenfurter angestrebten Musik-Karriere ist dann wohl nichts geworden...

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt