Peugeot lenkt anders

Beim nächsten 208er kommt das Eckige ins Runde

Motor
02.04.2026 05:00

Peugeot stellt den elektrischen GTi im Herbst an die Spitze der 208er-Reihe. Die „Krone“ fuhr die Studie Polygon, die bereits den Nachfolger ab 2027 ankündigt – und zwar mit jenem unkonventionellen Lenkrad, das so auch in Serie gehen soll.

Auf diese drei Buchstaben ist man nicht nur in Wolfsburg stolz: GTi. Auch Peugeot hat seit 1984 eine Tradition bei Kompakt-Sportlern, hier mit kleinem „i“ geschrieben. Nach acht Jahren wird das Kürzel wiederbelebt, mit einem Elektroschock: Der E-208 GTi erscheint im Herbst als reiner Stromer. 280 PS an der Vorderachse, macht 5,7 kg pro PS, das reicht für 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei Tempo 180 wird abgeregelt.

Der E-208 GTi soll die Tradition des 205 GTi fortführen – mit 280 Elektro-PS.
Der E-208 GTi soll die Tradition des 205 GTi fortführen – mit 280 Elektro-PS.(Bild: Stefan Burgstaller)

Die CATL-Akkus mit 54 kWh Brutto-Kapazität (an einem 100-kW-Lader soll es in rund 27 Minuten von 20 Prozent auf 80 Prozent gehen) reichen laut WLTP-Norm für bis zu 350 km, liegen dank Fahrwerks-Tieferlegung 30 mm weiter unten. Eine breitere Spur, 56 mm vorne und 27 mm hinten, sowie ein Sperrdifferential und Michelin Pilot Sport Cup 2 im 18-Zoll-Format sorgen für Kurvenfreude, auch die Lenkung wurde zugespitzt...

...was beim Nachfolger noch deutlicher ausfällt: Der soll bereits 2027 erscheinen. Und Peugeot hat sich nicht weniger vorgenommen, als dabei das Lenkrad neu zu erfinden. Beim nächsten 208er wird dieses durch den Hypersquare ersetzt, dafür bringen sie das Eckige ins Runde. Die „Krone“ nahm das im Concept Car Polygon selbst in die Hände.

Der Polygon ließ sich im Handumdrehen um die Säulen der Halle in der METAStadt zirkeln.
Der Polygon ließ sich im Handumdrehen um die Säulen der Halle in der METAStadt zirkeln.(Bild: Georg Krewenka)

Vier gewinnt in der Hand
Nicht nur die Form fällt auf, sondern auch die vier großen Löcher. Darin sind Tasten versteckt, mit denen einige Funktionen gesteuert werden können – ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Auf eine Lenkstange wird verzichtet, die Befehle werden elektronisch übermittelt – also Steer-by-wire. Dadurch lässt sich der Lenkeinschlag variabel gestalten.

Die „Krone“ am Steuer des Peugeot Polygon.
Die „Krone“ am Steuer des Peugeot Polygon.(Bild: Georg Krewenka)

Tatsächlich fühlt sich die Lenkung extrem direkt an, die maximale Drehung beträgt 170 Grad in jede Richtung – insgesamt knapp eine volle Drehung, während es sonst 1,5 bis 1,7 sind. Das funktioniert gut beim Fahren, hilft beim Ein- und Ausparken. „Lässig“ mit einer Hand zu lenken – wie bei einem herkömmlichen Lenkrad – wirkt beim Erstkontakt aber eher noch schwer vorstellbar.

Wozu wie „Knight Rider“?
Warum diese Form? Es ist Teil der nächsten Generation des i-Cockpit, alle Infos werden über ein LED-Panel auf die Windschutzscheibe projiziert, das soll einem 31-Zoll-Birdschirm entsprechen. Da darf ein Lenkrad nicht im Weg sein. Ganz neu ist die Idee übrigens nicht. Nein, nicht von „Knight Rider“ und K.I.T.T. – es ist Toyota, das für den bZ4X bzw. das Schwestermodell Lexus RZ bereits ein flaches Steer-by-wire-Lenkrad anbietet. Peugeot will die Technik mit dem 208er-Nachfolger jedoch auch für die breite Masse erschwinglich machen.

Das Lenkrad ist flach, um die Sicht zum i-Cockpit nicht zu verstellen.
Das Lenkrad ist flach, um die Sicht zum i-Cockpit nicht zu verstellen.(Bild: Georg Krewenka)

Apropos Masse: Formbare Masse, also einteiliger Formschaum aus dem 3D-Drucker, sorgt beim Polygon für weiches Gestühl. Ähnlich einem Go-Kart-Sitz wird es in die Hartschalen gegeben, das soll Gewicht sparen und mehr Individualität erlauben. Im Gegensatz zum Hypersquare-Lenkrad ist das aber noch weiter in der Zukunft.

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