Menschen evakuiert

Terrorangst nach Waffenfund in Pariser Vorstadt

Ausland
12.07.2026 19:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

In einem Vorort von Paris wurden in einem Fahrzeug Waffen gefunden – nun wird wegen Terrorverdachts ermittelt. In dem Wagen soll sich auch  eine „Kriegswaffe“ befunden haben.

Die Entdeckung wurde in der nördlich von Paris gelegenen Stadt Sarcelles gemacht. Der französische Innenminister Laurent Nuñez gab an, dass sich der verdächtige Wagen in der Nähe einer Synagoge befunden habe und eine „Kriegswaffe“ darin gewesen sei. Etwa 300 Menschen wurden am Samstagabend aus dem Umkreis evakuiert.

Fahrzeug war gestohlen
Um das Auto, das in einem belebten Bereich nahe einem Kino und mehrerer Restaurants geparkt war, wurde ein Sicherheitsbereich eingerichtet. „Das Fahrzeug war unbesetzt, stellte sich als gestohlen heraus und seine Kennzeichen waren teilweise abmontiert“, gab die Nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft bekannt.

Sarcelles ist bekannt für einen bedeutenden Anteil jüdischer Bevölkerung. Den Berichten zufolge wurden ein Automatikgewehr und eine Pistole im Kofferraum des abgestellten Fahrzeugs entdeckt.

Die Untersuchung der Pariser Anti-Terrorstaatsanwaltschaft läuft laut Berichten wegen des Verdachts auf Bildung einer terroristischen Vereinigung zur Vorbereitung von Straftaten gegen das Leben oder die körperliche Unversehrtheit sowie wegen des Transports, Besitzes und Erwerbs von bestimmten Waffen im Zusammenhang mit einer terroristischen Unternehmung. „Wir kennen die Motive noch nicht“, sagte Nuñez im Sender BFMTV. Auch die verantwortlichen Personen seien noch nicht identifiziert. Die Ermittlungen würden laufen, so der Minister.

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