Sehr sehenswert

Coole Neuheiten kommen: MG wird richtig spannend!

Motor
11.07.2026 12:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Tradition und Moderne. MG nutzt das Goodwood Festival of Speed für das Debüt seiner Elektro-Studien GO! und Cyber. Beide sollen der in ihrem Ursprung britischen chinesischen Automarke wieder längst vergessene Emotionalität verleihen. Speziell beim GO! könnte das sogar gelingen.

Mit Ausnahme des Elektro-Roadsters Cyberster besticht die restliche Produktpalette von MG nicht gerade durch Emotionalität. Nach der Übernahme durch SAIC legte man im chinesischen Konzern den Fokus bislang eher auf Mainstream. Und dies durchaus erfolgreich.

Das könnte sich in Zukunft noch beschleunigen. Zündstoff liefert ein etwa vier Meter kurzes Hatchback-Modell, das MG gerade auf dem Oldtimer-Event Festival of Speed im südenglischen Goodwood vorstellt: das Concept Car GO!. Knuffiges Design, knackige Proportionen, cooler Auftritt, einen gewissen Must-Have-Faktor kann man dem Go! nicht absprechen. Man fühlt sich irgendwie an den Mini Cooper erinnert. 

Doch von einer Kopie will MG nichts wissen. „Wir haben uns an den charakteristischen Linien unseres Klassikers MGB GT orientiert“, sagt Designchef Jozef Kabaň, „das Ziel hieß: Es muss Freude bereiten, auf sein Auto zuzugehen, weil es einfach chic aussieht.“ 

MG GO!
MG GO!(Bild: MG Motor)

Wohl schon sehr nah an der Serienversion
Offiziell gilt der GO! zwar als seriennahe Studie. Doch die käufliche Version dürfte sich davon optisch nur in wenigen Details unterscheiden. Der sogenannte Design Freeze ist längst abgeschlossen, die Presswerkzeuge sind im Bau, nachträgliche Änderungen würden viele Millionen Euro verschlingen. Die Produktionsvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Schon Ende 2027 will MG seinen kleinen Stromer auf den Markt bringen. Wie er heißen wird, darüber hüllt man sich noch in Schweigen. Ein möglicher und passender Name wäre MG2, denn MG3 und MG4 gibt es bereits. Wobei – das heißt nichts. Der neue MG4 Urban hat mit dem, was wir als MG4 kennen, au ch rein gar nichts zu tun.

Batterierevolution: Semi-Feststoff-Elektrolyt
Auch was die technischen Einzelheiten betrifft, sickern Informationen nur spärlich durch. Man kann aber davon auszugehen, dass ein chinesischer Konzern wie SAIC mit seinem Knowhow in Sachen Elektroantrieb und Batterietechnologie konkurrenzfähige Technik liefern wird. Unterm GO! soll eine neuentwickelte Elektro-Architektur stecken. Gemunkelt wird, dass Batterien mit Semi-Feststoff-Elektrolyt zum Einsatz kommen könnten. Es wäre eine kleine Revolution. Diese Zellchemie setzt MG demnächst bei seinen neuen Plug-in-Hybriden ein, SUVs im B-, C- und D-Segment. Vorteile: bessere Leistungsabgabe bei niedrigem Ladestand, temperaturunempfindlicher, schneller zu laden.

MG Cyber Concept
MG Cyber Concept(Bild: MG Motor)

Cyber wird das neue Flaggschiff
Mehr Emotionen, mehr Charakter, diese Kombination will Jozef Kabaň auch dem neuen Flaggschiff der Marke einverleiben, dem Cyber. Das vollelektrische SUV soll in der oberen Mittelklasse positioniert werden und einen Ausblick geben, wie es designmäßig weitergeht. Debüt des sportlichen Crossover-Modells: nicht vor 2028. Ob das Dynamik-Outfit oder zumindest Teile davon schon im nächsten Jahr der neue ZS tragen wird, bleibt abzuwarten. Kabaň ist erst seit zwei Jahren im Unternehmen, kam damals von Skoda. 

Bekannt dagegen ist zumindest, dass die nächste Generation des ZS einen neu entwickelten Plug-in-Hybrid erhalten wird. Ihn stellte MG kürzlich in London vor. Der Kunde kann zwischen zwei unterschiedlichen Leistungstypen wählen, einmal in Verbindung mit einem 1,1-Liter-Turbo oder kombiniert mit einem 1,5-Liter-Motor. Beide Benziner sollen 90 Prozent ihrer Laufzeit mit einem thermischen Wirkungsgrad von über 40 Prozent arbeiten, einem der höchsten Werte in der Branche. Die Effizienz soll sich gegenüber den von MG heute eingesetzten Plug-in-Hybriden insgesamt um sechs Prozent verbessern. 

Level-4-MGs rollen schon
Eifrig unterwegs sind die chinesischen Entwickler beim Thema automatisiertes Fahren. Ende 2027, so der Plan, wird NOA eingeführt, zunächst für die Autobahn, ein Jahr später auch für den städtischen Verkehr. NOA steht für „Navigate on Autopilot“. Möglich sind automatisierte Ein- und Ausfahrten, Spurwechsel und Überholvorgänge. Den Schlusspunkt sollen letztlich Robotaxis setzen und einen Ausblick aufs nächste Jahrzehnt geben. Die zugehörigen Testfahrten auf Level 4 (hochautomatisiert) unternimmt MG bereits in Deutschland, China und im Nahen Osten.

MG scheint auf einem guten Weg zu sein. Und wie die letzten Testfahrten zeigen, entwickelt sich die Marke auch qualitativ enorm weiter.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
KMM
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung