Um genügend Löschwasser zu haben, mussten bei Großbrand in einem Maststall in Pettenbach 3000 Meter Leitungen verlegt werden. Der geschädigte Landwirt ist selbst bei der Feuerwehr, die Betroffenheit unter Kameraden ist groß. Online gibt es viele Hasskommentare, weil 600 Schweine hilflos verbrannten.
Am Tag nach dem schrecklichen Großbrand auf einem Bauernhof in Pettenbach haben am Sonntag die Aufräumarbeiten begonnen. Samstagmittag war im Ortsteil Gundendorf in einem Maststall Feuer ausgebrochen, alle 600 Schweine kamen in den Flammen ums Leben.
Besitzer bemerkte Brand
Bemerkt hatte den Brand der Besitzer selbst: „Er hat eine Warnung der Fütterungsanlage auf sein Handy bekommen“, schildert Christian Kohlbauer, Einsatzleiter der Feuerwehr Pettenbach. Der Landwirt soll noch die Zugangstür zum Stall geöffnet haben, doch da sei schon alles in Vollbrand gestanden.
Herausfordernde Wasserversorgung
Insgesamt waren rund 200 Freiwillige von 20 Wehren im Löscheinsatz. „Besonders herausfordernd war, die nah angebauten Nachbargebäude zu schützen und die Wasserversorgung“, so Kohlbauer. Zwei Löschbehälter, ein Pool und ein Hydrant wurden angezapft, insgesamt 3000 Meter Leitungen verlegt. Zusätzlich lieferten zwei Saugwägen 60.000 Liter Wasser an.
Da zeitgleich zum Brand in Andorf der Landesleistungsbewerb stattfand, mussten fehlende Kräfte kompensiert werden. Gegen 18.30 Uhr konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden, in den Nachtstunden wurde in Schichtbetrieb Brandwache gehalten.
Da der Landwirt ein Kamerad ist, war die Betroffenheit natürlich besonders groß. Der Einsatz wurde aber so professionell wie jeder andere abgearbeitet.

Christian Kohlbauer, FF Pettenbach
Bild: FOTOKERSCHI
Online schlägt Bauern viel Hass entgegen
Nachdem am Sonntagvormittag die letzten Florianis abgerückt waren, konnte mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Vom Maststall stehen nur mehr die Außenmauern, das Dach samt PV-Anlage ist eingestürzt. Die Dachelemente und das Brandholz müssen nun getrennt von den 600 Kadavern entsorgt werden. Zum materiellen Schaden sieht sich der Landwirt – selbst ein Feuerwehrmann – mit zahllosen Hasskommentaren von Tierschützern konfrontiert. Die Familie wurde vom Kriseninterventionsteam betreut. Was den Brand ausgelöst hat, sollen Experten von Brandverhütung und Polizei klären.
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