Hochklassiges Finale

Titel verteidigt: Sinner bleibt Wimbledon-König!

Tennis
12.07.2026 21:08

Das diesjährige Herren-Traumfinale des Rasentennis-Klassikers von Wimbledon hielt, was es versprach. Vor den Augen von Prinzessin Kate setzte sich Jannik Sinner gegen Alexander Zverev in einem hochklassigen Duell nach 3:46 Stunden in vier Sätzen durch. Für den 24-jährigen Südtiroler war es die erfolgreiche Titelverteidigung.

Die Nummer eins der Herren-Tenniswelt entschied das Endspiel gegen den als Nummer zwei gesetzten Deutschen mit 6:7(7), 7:6(2), 6:3 und 6:4 für sich. Für Sinner war es der fünfte Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier.

Stich bleibt vorerst letzter Deutscher Wimbleodnsieger
Zverev blieb nach seinem Premierenerfolg in Paris ein zweiter Titel in Folge verwehrt. Zudem verpasste der 29-Jährige den ersten deutschen Wimbledon-Sieg seit Michael Stich 1991.

Sinne rund Zverev bei der Siegerehrung
Sinne rund Zverev bei der Siegerehrung(Bild: EPA/NEIL HALL)

Sinners 11. Sieg im 15. Duell gegen Zverev
Sinner darf sich hingegen – wie bei den Australian Open (2024 und 2025) – zweifacher Titelträger nennen. Zudem war er 2024 bei den US Open erfolgreich. Finalniederlagen auf Major-Ebene hatte er nur 2025 bei den US Open und in Paris kassiert. Gegen den 29-jährigen Zverev war es der elfte Sieg im 15. direkten Duell, seit dem US-Open-Achtelfinale 2023 siegte der Italiener zehnmal in Folge. Der jüngste Matchsieg im ersten Aufeinandertreffen auf Rasen führte zum 30. Karrieretitel für den 24-Jährigen.

Starke Aufschläger auf beiden Seiten
Das Match im Center Court an der Church Road war geprägt von extrem stabiler Aufschlagleistung auf beiden Seiten. Bei 4:3 fand Sinner den einzigen Breakball im ersten Satz vor, konnte diesen aber nicht nutzen. Somit musste das Tiebreak entscheiden, in dem sich Zverev mit einem Vorhand-Winner zum 9:7 nach etwas mehr als einer Stunde die Satzführung erkämpfte. Es war der einzige Punkt in der „Verlängerung“, bei dem nicht der Aufschläger erfolgreich war. Zuvor hatte Zverev bei 6:5 einen Satzball vergeben und bei 6:7 einen von Sinner mit einem Ass abgewehrt.

Schrecksekunde
Im zweiten Durchgang gab es bei keinem Service-Game eine Breakmöglichkeit. Im Tiebreak packte Sinner sein bestes Tennis aus, brachte neben starken Aufschlägen auch jeden Return ins Feld und verwertete gleich seinen ersten Satzball zum 7:2. In Satz Nummer drei spielte sich das Geschehen schon fast nur noch im Schatten ab, Sinners Spiel kam die leicht zurückgegangene Temperatur entgegen. Bei 3:3 musste er allerdings eine Breakchance abwehren. Dabei rutschte Zverev nach einem Stopp von Sinner aus, fiel zu Boden und griff sich auf das rechte Knie. Sinner kam auf die andere Seite, um seinem Gegner aufzuhelfen.

Zverev kam im dritten Satz zu Sturz, auch Sinner fiel einmal kurz hin.
Zverev kam im dritten Satz zu Sturz, auch Sinner fiel einmal kurz hin.(Bild: Krone-Collage/EPA/NEIL HALL, AP/Kirsty Wigglesworth)

Schlägerwurf bei Zverev
Zverev konnte weitermachen, geriet aber mit 3:4 in Rückstand und musste in der Folge auch seinen Aufschlag erstmals abgeben. Sinner rutschte beim Breakball zwar zuerst aus, stand aber gleich wieder auf und entschied eine Rallye für sich. Zverev warf vor Ärger den Schläger weg. Sinner machte mit vier Punkten in Folge, zum Abschluss sein 14. Ass, den Satz zu. Zverev verließ den Platz, um sich zu sammeln, und war danach wieder deutlich stärker und stabiler. Mitte des Satzes gelang dem Favoriten trotzdem die Vorentscheidung.

Frust bei Alexander Zverev
Frust bei Alexander Zverev(Bild: AFP/ADRIAN DENNIS)

Sinner verwertete ersten Matchball
French-Open-Sieger Zverev, der zuvor im All England Club in London nie weiter als ins Achtelfinale gekommen war, konnte beim Stand von 3:3 mit starken Aufschlägen zwei Breakbälle noch abwehren, war gegen eine starke Vorhand bei der dritten Möglichkeit aber machtlos. Diesen Vorteil ließ sich Sinner nicht mehr nehmen, er erarbeitete sich beim sehenswertesten Ballwechsel im gesamten Spiel den ersten Matchball und beendete damit die Partie. Sinner zeigte vor, dass man das Rasen-Highlight gewinnen kann, ohne vorher bei einem Event auf diesem Untergrund angetreten zu sein.

Jannik Sinne rmit dem Siegerpokal.
Jannik Sinne rmit dem Siegerpokal.(Bild: AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV)

Kate sorgte in Grün für Aufsehen
Auch in diesem Jahr erschienen Prinz William und Prinzessin Kate zum großen Finale in Wimbledon wieder mit ihren Kindern George und Charlotte.

Prinzessin Kate brachte zum Finale in Wimbledon auch heuer Charlotte und George mit.
Prinzessin Kate brachte zum Finale in Wimbledon auch heuer Charlotte und George mit.(Bild: AP/Andrew Matthews)

Die Prinzessin von Wales zeigte sich nach ihrem Auftritt in Rot am Samstag zum Finale der Herren am Sonntag passend zum Rasen am Center Court in einem grünen Kleid mit raffinierter Drapierung an der Taille und einem Cape-Detail.

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