Mit dem Frühling verändert sich nicht nur die Natur – auch der Körper stellt sich neu ein. Der Übergang von kalt zu warm stellt für das Herz-Kreislauf-System eine kleine Herausforderung dar. Genau deshalb lohnt sich aus medizinischer Sicht gerade jetzt, im März, ein genauer Blick auf den Blutdruck. Kennen Sie Ihre Werte?
Medizinisch ist gut belegt, dass der Blutdruck jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt. Im Winter steigt er häufig an, denn der Körper reagiert auf Kälte, indem er die Gefäße enger stellt. Beim Übergang in den Frühling kommt es dann zu erneuten Veränderungen: wärmere Tage, kalte Nächte, wechselnde Luftdruckverhältnisse.
All das kann den Kreislauf fordern. Regelmäßige Messungen helfen, diese Schwankungen im Blick zu behalten. Der Wiener Allgemeinmediziner und Vorsorgespezialist Dr. Maté erklärt, dass besonders die Übergangszeiten im Jahr sensible Phasen sind: „Der Organismus ist ständig in Anpassung – genau das macht Kontrollen jetzt so wichtig.“ Daher sollte jeder seinen Blutdruck kennen!
Hypertonie, also Bluthochdruck, gehört nämlich zu den häufigsten und folgenreichsten Risikofaktoren unserer Zeit. Er betrifft Millionen Menschen – viele von ihnen, ohne es zu wissen. Denn die Krankheit bleibt oft lange symptomlos. „Das Tückische am hohen Blutdruck ist, dass man ihn erst bemerkt, wenn er bereits Schaden angerichtet hat“, so Dr. Maté. „Schon leicht erhöhte Werte können gefährlich werden, wenn sie über längere Zeit bestehen.“
Der Mediziner macht klar, dass regelmäßiges Blutdruckmessen für alle sinnvoll ist. Denn etliche glauben, Bluthochdruck sei ein Problem, das man spürt. Doch genau das stimmt nicht. Er verursacht oft jahrelang keinerlei Beschwerden. Nur regelmäßige Messungen zeigen verlässlich, ob die Werte dauerhaft im grünen Bereich liegen.
Kontrollhäufigkeit: Wie oft gemessen werden sollte, hängt vom Alter und vom persönlichen Risiko ab. Für Erwachsene ab 40 Jahren oder für Menschen mit bekannten Risikofaktoren sind regelmäßige, zumindest jährliche Kontrollen sinnvoll. Bei auffälligen Werten sollte die Abklärung jedenfalls ärztlich erfolgen.
Wie oft gemessen werden sollte, hängt vom Alter und vom persönlichen Risiko ab.

Dr. Christian Maté, Wiener Allgemeinmediziner und Vorsorgespezialist
Bild: Eva Manhart
Wenn der Blutdruck zu niedrig ist
Auch ein niedriger Blutdruck ist nicht automatisch krankhaft. Als Hypotonie werden häufig Werte unter 90/60 mmHg bezeichnet. Klinisch wichtig wird das vor allem dann, wenn Beschwerden wie Schwindel, Schwäche, Konzentrationsprobleme oder Kreislaufprobleme auftreten.
Dr. Maté: „Es gibt keinen Grund, aus Angst nicht zu messen.“ Die Diagnose ist kein Urteil, sondern ein Startpunkt. Viele Betroffene können ihren Blutdruck schon durch Lebensstilmaßnahmen senken, etwa durch Bewegung, Ernährung oder Stressabbau. Und wenn notwendig, heute auch durch zuverlässige Medikamente.
Besonders wichtig: Schon vergleichsweise kleine Verbesserungen können viel bewirken. Studien zeigen, dass bereits eine Senkung des systolischen Blutdrucks um 10 mmHg das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich verringern kann.
Und so kann der regelmäßige kurze Blick auf die Manschette Ihr Leben retten!
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