Neue Studie belegt:

HPV-Impfung schützt auch Männer gut vor Krebs

Gesund
15.05.2026 12:04
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die HPV-Impfung schützt nicht nur Frauen, sondern auch Männer gut vor Krebs. Das hat jetzt eine amerikanisch-japanische Studie belegt, die die Daten von etwa 2,9 Millionen Buben und Männern in den USA heranzog. Ungefähr acht von zehn sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV.

Bei manchen wird das Virus durch das Immunsystem nicht wieder völlig beseitigt. Daraus entsteht das Risiko HPV-bedingter Karzinome. Die größte Gefahr ist Gebärmutterhalskrebs. Doch auch HNO-Karzinome, Analkrebs, Vulva- und Peniskarzinome gehören dazu. Während die Wirkung der Impfung gegen das Entstehen von Cervix-Karzinomen (Gebärmutterhalskrebs) seit vielen Jahren felsenfest bewiesen ist, kamen erst später Daten zur Schutzwirkung gegen die anderen HPV-bedingten Krebserkrankungen.

„Unabhängig vom Geschlecht“
„Die Krankheitslast durch humane Papillomviren (HPV)-bedingte Krebserkrankungen ist unabhängig vom Geschlecht erheblich“, schrieben Tatio Kitano von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore und ein Co-Autor des Medizinzentrums der japanischen Präfektur Nara. Sie analysierten für ihre Arbeit internationale Daten von 615.155 gegen HPV geimpften und etwa 2,3 Millionen ungeimpften Buben und Männern im Alter von neun bis 26 Jahren.

Das Hauptergebnis: In der Gruppe der geimpften Teilnehmer traten HPV-bedingte Krebserkrankungen um 46 Prozent seltener auf. „Diese Studie ergab einen signifikanten negativen Zusammenhang zwischen dem neun-valenten HPV-Impfstoff und HPV-bedingten Krebserkrankungen bei Jugendlichen und jungen erwachsenen Männern“, schrieben die Wissenschaftler in ihrer Publikation. Das galt unabhängig vom Alter der Probanden.

Impfung für Junge gratis
In Österreich können sich Buben und Mädchen seit Jahren kostenlos gegen HPV-Infektionen impfen lassen. Knapp die Hälfte der Menschen über 14 Jahre ist bisher geimpft. Das Angebot ist für Personen zwischen neun und 21 Jahren kostenlos, Ältere müssen ungefähr 700 Euro dafür bezahlen.

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