Die Regierung hat sich im Zuge der Budgetverhandlungen auf die Erhöhung der Pensionen geeinigt. Die konkreten Zahlen teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit.
Im kommenden Jahr sollen die Pensionen regulär um 2,95 Prozent steigen, das liegt knapp unter der prognostizierten Inflationsrate.
3,3 Prozent mehr für Mindestpensionisten
Der Ausgleichszulagenrichtsatz von 1308,39 Euro wird mit 3,3 Prozent angepasst, Pensionen über der Höchstbeitragsgrundlage von 6930 Euro erhalten einen Fixbetrag von monatlich 204,44 Euro. In Summe entspricht die Erhöhung einer Summe von rund 2,4 Milliarden Euro.
Seniorenrat mit Kritik
Bis zuletzt hatten die Seniorenverbände eine volle Inflationsabgeltung für alle Pensionen gefordert, konnten sich aber bei der letzten Verhandlungsrunde Mittwochabend im Bundeskanzleramt offenbar nicht ganz durchsetzen. Die Entscheidung der Regierung breche mit dem Versicherungsprinzip und schwäche zudem die Kaufkraft der älteren Generation, kritisierten die beiden Präsidentinnen des Seniorenrats, Ingrid Korosec (ÖVP) und Birgit Gerstorfer (SPÖ).
Zwar habe man mit Hartnäckigkeit erreicht, dass mehr als 99 Prozent aller Pensionisten eine Anpassung von 2,95 Prozent erhalten, meinte Korosec – „zufrieden sind wir mit dieser Entscheidung nicht“.
Zwar haben wir mit Hartnäckigkeit erreicht, dass mehr als 99% aller Pensionisten eine Anpassung von 2,95 Prozent erhalten. Zufrieden sind wir aber nicht.
Ingrid Korosec (ÖVP), Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes
Gerstorfer hielt fest, dass die Inflationsabgeltung Kernbestandteil des Vertrauens in das Pensionssystem sei. Man respektiere demokratische Entscheidungen und Budgetbeschlüsse, bleibe aber bei der Forderung nach einer vollen Inflationsabgeltung für alle.

NEOS-Sozialsprecher: „Treffsicher“
Das Sozialministerium sprach hingegen von einer ausgewogenen und verantwortungsvollen Lösung trotz des notwendigen Konsolidierungskurses „Damit sichern wir eine Erhöhung der Pensionen innerhalb der budgetären Möglichkeiten ab“, meinte auch Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP). NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser befand die Lösung ebenfalls für „sehr fair“, „maßvoll“ und „treffsicher“.
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