Irans Oberster Führer Ayatollah Mojtaba Khamenei hat angeordnet, dass hoch angereichertes Uran nicht ins Ausland gebracht werden darf. Damit verhärtet die Führung ihre Haltung zu einer zentralen Forderung der USA für ein Kriegsende. Die Anweisung dürfte US-Präsident Donald Trump weiter verärgern ...
Die iranische Führung geht davon aus, dass ein Export des Urans das Land verwundbarer für künftige Angriffe der USA und Israels machen würde. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) geht davon aus, dass der Iran mehr als 440,9 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran hatte, als Israel und die USA im Juni 2025 ihre ersten Angriffe auf iranische Atomanlagen flogen. Wie viel davon jetzt noch vorhanden ist, ist unklar. Die verbliebenen Bestände lagern hauptsächlich in einem Tunnelkomplex in Isfahan. Die Behörde vermutet, dass es sich um mehr als 200 Kilogramm handeln könnte.
Die iranische Regierung bestreitet seit Langem, nach einer Atomwaffe zu streben, und gibt an, das Uran für medizinische Zwecke und einen Forschungsreaktor in Teheran zu benötigen. Israelische Regierungsvertreter sagten, dass Trump ihnen versprochen habe, dass die iranischen Bestände außer Landes geschafft werden. Erst dann werde er den Krieg als beendet betrachten, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Zudem müsse Teheran seine Unterstützung für verbündete Milizen einstellen und die Fähigkeit zum Bau ballistischer Raketen müsste beseitigt werden.
Rubio: „Gute Anzeichen“
Insiderinnen und Insider sagten, dass der Iran und die USA inzwischen einige Differenzen beigelegt hätten. Bei Teherans Atomprogramm blieben jedoch tiefe Gräben. Vor dem Krieg Ende Februar hatte die Führung noch signalisiert, die Hälfte des hoch angereicherten Urans auszuführen. Zu einer Änderung der Position hätten Trumps Drohungen beigetragen, hieß es. Der Republikaner hatte zuletzt auch wieder mit Angriffen gedroht, nachdem die Verhandlungen über ein dauerhaftes Kriegsende ins Stocken geraten waren. „Wir werden nicht zulassen, dass sie es behalten“, sagte er nun mit Blick auf die Uran-Vorräte.
„Wenn wir kein gutes Abkommen erzielen können, hat der Präsident klargemacht, dass er andere Optionen hat“, sagte US-Außenminister Marco Rubio am Donnerstag. Trump würde aber einen Deal bevorzugen. Er selbst glaube, dass auch schon Fortschritte erzielt worden seien. „Es gibt einige gute Anzeichen“, sagte Rubio. „Übermäßig optimistisch“ sei er aber nicht, das System im Iran sei „ein wenig“ zerrüttet.
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