Sorgen an der Grenze

Lukaschenko bietet Selenskyj Treffen an

Außenpolitik
21.05.2026 22:07
Porträt von krone.at
Von krone.at

Laut dem ukrainischen Geheimdienst plant der Kriegsgegner eine neue Offensive in der Nähe der Grenze zu Belarus. Russland wolle seinen Verbündeten stärker in den Krieg hineinziehen, warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Schon 2022 war das Nachbarland Ausgangspunkt von Angriffen auf die Ukraine.

Nun reagierte der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko. Sein Land werde sich nur an diesem Krieg beteiligen, wenn es selbst angegriffen werde, sagte er. Zudem erklärte er sich zu einem Treffen mit Selenskyj bereit, um über die Beziehungen der beiden Länder zu sprechen. Das könne entweder in Belarus oder auch in der Ukraine sein. Das Präsidialamt in Kiew lehnte das Angebot jedoch ab. Mit Lukaschenko gebe es nichts zu besprechen, hieß es am Donnerstag.

Selenskyj scheint andere Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zu bevorzugen. Er beriet sich laut eigener Aussage mit den Führungen der Gebiete Kiew und Tschernihiw, wie die Grenzregion besser gegen mögliche Angriffe aus dem Nachbarland geschützt werden kann. Streitkräfte würden „verstärkte Sicherheitsmaßnahmen“ entlang der Grenze vornehmen, darunter Personenkontrollen, teilte Selenskyj mit. Zuvor hatte der ukrainische Präsident angekündigt, die Streitkräfte Richtung Belarus zu verstärken. Er habe auch das Außenministerium beauftragt, zusätzlichen diplomatischen Einfluss auf Belarus vorzubereiten, hatte er außerdem gesagt.

Russisches Manöver mit Belarus
Für Freitag hat Selenskyj Beratungen mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien angekündigt. Dabei soll es allgemein um „gemeinsamen Druck“ und „gemeinsame diplomatische Arbeit“ gehen. Es dürfte sich um eine Videoschaltung handeln.

Russlands Präsident Wladimir Putin und Lukaschenko beaufsichtigten am Donnerstag den Abschluss eines dreitägigen Manövers der russischen Nuklearstreitkräfte mit dem belarussischen Militär. Der Einsatz von Atomwaffen im Krieg sei das letzte Mittel, sagte Putin. Im Falle eines Angriffs auf Belarus würden sich beide Länder gemeinsam verteidigen, sagte Lukaschenko. An den großangelegten Übungen hatten ungefähr 64.000 Streitkräfte teilgenommen. Man habe unter anderem nukleare Munition an Feldlager in Belarus geliefert und Raketen abgefeuert, hieß es.

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