Gasleck gefunden
Hauseinsturz in Sachsen: Drei Leichen geborgen
Nach dem Hauseinsturz im deutschen Görlitz (Sachsen) sind die Leichen von allen drei Vermissten gefunden worden. Es handelt sich um eine 26-Jährige und eine 25-Jährige aus Rumänien sowie um einen 48-jährigen Doppelstaatsbürger. Die Leichen werden für weitere Untersuchungen in die Rechtsmedizin gebracht.
In der Nacht auf Donnerstag war die Leiche der vermissten 25-Jährigen gefunden worden, am Donnerstag wurden schließlich die Leiche der 26-Jährigen und des 48-Jährigen geborgen. Die jungen Frauen waren Touristinnen, der Mann hatte die deutsche und bulgarische Staatsbürgerschaft. Die Einsatzkräfte fanden den letzten Verschütteten am Donnerstagabend.
Sie arbeiteten unter anderem mit Spürhunden, Schaufeln, Kränen, Radladern und Baggern. Da es viel Staub gab, hätten sie die ganze Zeit Schutzmasken tragen müssen, sagte der Sprecher der Einsatzleitung, Daniel Hofmann.
Wie berichtet, war das Haus, in dem sich Miet- und Ferienwohnungen befanden, am Montagabend eingestürzt (siehe Video oben). „Es sieht nach einer Gasexplosion aus“, sagte der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu. Wenige Stunden nach dem Einsturz war ein Gasleck entdeckt worden. Zunächst wurden fünf Menschen vermisst. Bei zwei von ihnen stellte sich heraus, dass sie zum Zeitpunkt des Unglücks noch auf der Anreise gewesen waren.
Zu lange verschüttet
Die Suche war ein Wettlauf gegen die Zeit. „Die sogenannte ‚goldene Rettungszeit‘ liegt meist in den ersten 24 bis 72 Stunden – in diesem Zeitraum sind die Überlebenschancen am höchsten“, teilte das Technische Hilfswerk mit. In den kommenden Tagen werden die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchung erwartet.
Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands und hat ungefähr 57.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Das eingestürzte Gründerzeithaus stand in der Nähe des Bahnhofs.









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