Während in Ungarn asbesthaltiger Schotter aus burgenländischen Steinbrüchen für große Aufregung sorgt, hält die steirische Landesregierung trotz der Funde in Neudau und Hartberg den Ball flach. FPÖ-Umweltlandesrat Hannes Amesbauer beteuert weiter, dass keine Gefahr in Verzug herrscht.
Auf Gehwegen, Park- und Spielplätzen, aber auch vor Kliniken: An vielen Stellen in insgesamt drei Bundesländern hat Greenpeace asbesthaltigen Schotter aus den gesperrten burgenländischen Steinbrüchen gefunden. In der Steiermark wurde es im Februar in Neudau sowie in Hartberg festgestellt. Auch in Westungarn sorgt der Schotter aus dem Burgenland derzeit für großes Aufsehen.
In der Steiermark betont FPÖ-Umweltlandesrat Hannes Amesbauer seit Monaten, dass keine Gefahr in Verzug herrsche. Und dabei bleibt es auch in einer neuen Anfragebeantwortung an die Grünen. Natürlich habe die Landesumweltabteilung (A13) die Asbest-Problematik geprüft und es habe Gespräche mit der Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld sowie den Gemeinden Neudau und Hartberg gegeben: „Aber auch aus diesen Korrespondenzen haben sich keine neuen Ergebnisse bzw. Gefährdungen für die Bevölkerung ergeben.“
Kein Eingriff in privates Eigentum
Die Causa wird ja vor allem von Greenpeace vorangetrieben, die Umweltorganisationen hat erst kürzlich die steirische Landesregierung dafür kritisiert, dass sie zu wenig unternehme. Amesbauer verweist darauf, dass vor allem der Bundesgesetzgeber zuständig ist. So fehlen gesetzliche Grenzwerte für Asbest in der Luft und somit ein verbindlicher Prüfungsmaßstab. Auch könne man, wie im Fall Hartberg, Privaten nicht vorschreiben, den Schotter zu entfernen.
„Wir nehmen die Thematik selbstverständlich ernst und haben unmittelbar nach den ersten Medienberichten die zuständigen Behörden und Abteilungen des Landes eingebunden. Gleichzeitig gilt aber auch, dass Behörden nur auf Basis ihrer Zuständigkeit sowie von Fakten, geltender Rechtslage und fachlicher Bewertung zu handeln haben – nicht auf Grundlage politischer Zuspitzungen oder NGO-Kampagnen. Nach dem derzeitigen Stand liegt keine Gefährdung der Bevölkerung vor“, sagt Amesbauer.
Kein Schadstoff im Streusplitt
Eine Neuigkeit gibt es aber doch: Im Straßenerhaltungsdienst des Landes ist seit Jahren vorgeschrieben, dass Streusplitt frei von gefährlichen Schadstoffen sein muss. Der jeweilige Lieferant muss das in den Produktspezifikationen sicherstellen. „Diese Vorgehensweise wird auch allen steirischen Gemeinden im Herbst 2026 empfohlen werden.“
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