Mit kritischen wie kryptischen Beiträgen auf seiner Plattform X hat Tech-Milliardär Elon Musk auf die britische Untersuchung seines KI-Chatbots Grok reagiert. Musk warf der Regierung in London unter anderem Zensur vor, in einem Beitrag nannte er sie „faschistisch“.
Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom untersucht derzeit, ob Grok gegen den Online Safety Act verstößt – ein 2023 verabschiedetes Gesetz, das große Online-Plattformen verpflichtet, ihre Dienste sicherer zu machen, insbesondere zum Schutz von Kindern vor illegalen und schädlichen Inhalten.
Grok war zuletzt in die Kritik geraten, weil sich mithilfe des KI-Chatbots gepostete Bilder, meist von Kindern und Frauen, sexualisieren lassen. Der britische Premierminister nannte dies „widerlich“. Technologieministerin Liz Kendall sagte, sie erwarte, dass Ofcom die vollständigen rechtlichen Befugnisse nutze. X könnte demnach gesperrt werden.
Auch die EU-Kommission blickt kritisch auf die KI. Sie forderte die verantwortliche US-Firma zuletzt auf, interne Dokumente zu Grok nicht zu vernichten, sondern bis Ende des Jahres aufzubewahren. Brüssel zweifelt daran, dass sich X an europäische Digitalgesetze halte.
Bisher „keine Lösung“
Der Schritt der Plattform, den Zugriff auf die KI-Bildergenerierung nur noch zahlenden Nutzerinnen und Nutzern zugänglich zu machen, wurde sowohl von der Europäischen Kommission als auch der britischen Regierung zuletzt als nicht ausreichend betrachtet.
Es sei „eine Beleidigung für die Opfer von Frauenfeindlichkeit und sexueller Gewalt“, teilte die Downing Street mit. Dieser Schritt mache „aus einer KI-Funktion, die die Erstellung rechtswidriger Bilder ermöglicht, schlicht einen Premiumdienst“, sagte ein Sprecher. Es sei „keine Lösung“, zeige allerdings, dass X schnell handeln könne, wenn es denn wolle. Als Konsequenzen lägen weiterhin „alle Optionen“ auf dem Tisch.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.