Sigmund Freud Uni

Dornauer geißelt erneut Tiroler Landesregierung

Tirol
25.05.2026 07:00

„Die Absage der Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) für einen neuen Standort in Wörgl ist ein herber Rückschlag für das Tiroler Unterland“, sagt der freie Abgeordnete Georg Dornauer.

Die SFU hat, wie berichtet, einen Rückzieher gemacht und die Außenstelle in Wörgl ad acta gelegt. Dem Land warfen die Verantwortlichen mangelnde Unterstützung vor. Was die zuständige Landesrätin Cornelia Hagele dementiert – die „Krone“ berichtete.

„Das Projekt hätte dem Land Tirol eine Investition von über 80 Millionen Euro sowie neue Studienplätze, hochqualifizierte Arbeitsplätze und eine Stärkung des Gesundheits- und Bildungsstandorts gebracht. Es ist bedauerlich, dass es nicht gelungen ist, diese wichtige Zukunftsinvestition für das Unterland zu sichern“, kritisiert der freie Abgeordnete Georg Dornauer. Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele habe das Vorhaben nicht aktiv unterstützt. Stattdessen seien Quotenregelungen und Versorgungsargumente in den Vordergrund gestellt worden.

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Tirol verzichtet damit auf eine erhebliche Investition und auf die Möglichkeit, das Bildungs- und Gesundheitsangebot im Unterland spürbar zu stärken.

Georg Dornauer

„Damit wurde eine Chance verpasst, zusätzliche Kapazitäten im Gesundheitsbereich aufzubauen und neue Impulse für die Region zu setzen.“ Auch Landeshauptmann Anton Mattle sei zu schwach gewesen, innerhalb der Landesregierung die notwendigen Rahmenbedingungen für eine Realisierung des Projekts zu schaffen.

Ein Nachteil für Tirol
„Tirol verzichtet damit auf eine erhebliche Investition und auf die Möglichkeit, das Bildungs- und Gesundheitsangebot im Unterland spürbar zu stärken. Das ist besonders für die betroffene Region ein spürbarer Nachteil“, so Dornauer. Die Absage zeige einmal mehr, dass bei wichtigen Zukunftsprojekten in Tirol oft langwierige Abstimmungsprozesse und unterschiedliche Interessen innerhalb der Landesregierung einer raschen Umsetzung im Wege stehen.

„Tirol braucht eine Politik, die Zukunftschancen konsequent ergreift und nicht durch bürokratische oder interessenpolitische Hürden ausbremst. Die Bevölkerung – besonders im Unterland – hat Anspruch darauf, dass solche Investitionen und Entwicklungen aktiv ermöglicht werden“, sagt Dornauer abschließend.

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