„Ich bin als Fremder gekommen, aber jetzt, da ich gehe, fühle ich mich wie ein Süd-Londoner.“ Sprach Oliver Glasner nach seinem letzten Heimspiel als Trainer von Crystal Palace am Sonntag. Und das ganze Stadion lag ihm zu Füßen.
„Oliver Glasner, ole!“, schallte es wuchtig durch den Selhurst Park. Zweieinhalb Jahre lang war er das „Wohnzimmer“ von Erfolgstrainer Oliver Galsner gewesen. Am Sonntag neigte sich die Ära mit einem 1:2 daheim gegen Meister Arsenal auf Premier-League-Ebene zu Ende. Und der Oberösterreicher wurde gebührend, frenetisch, emotional gefeiert und verabschiedet. „Ich bin als Fremder gekommen, ihr habt mich kaum gekannt“, sagte Glasner ins Stadion-Mikrofon: „Aber jetzt fühle mich wie ein Süd-Londoner. Vielen Dank dafür!“ Und Glasner wurde intensiv gefeiert.
Der Rückhalt der Fans und der Glaube an die Mannschaft habe ihn immer fasziniert – und deshalb werde er mit seinem Team auch alles daran setzen, um am Mittwoch die nächste Trophäe, jene für den Sieg in der Conference League, zu holen.
Vermeintlicher Ausgleich zählt nicht
Glasner durfte bei seinem emotionalen Abschied im Selhurst Park kurz über eine geglückte Aufholjagd jubeln. Das vermeintliche 2:2 jedoch zählte wegen Abseits nicht, der Anschlusstreffer von Jean-Philippe Mateta (89.) war zu wenig. Arsenal hatte durch Tore von Gabriel Jesus (42.) und Noni Madueke (48.) vorgelegt. Mit Blick auf das Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain am Samstag rotierte Arsenal-Trainer Mikel Arteta auf neun Positionen. Crystal Palace schloss die Saison auf Platz 15 ab, war jedoch trotz eines personellen Aderlasses früh frei von Abstiegssorgen. Am Mittwoch will sich Glasner in Leipzig mit der Conference-League-Trophäe verabschieden. Gegner ist Rayo Vallecano.
„Ich weiß, dass es das letzte Spiel war, aber es fühlt sich für mich nicht wie das letzte an“, sagt Glasner später noch im Interview mit dem Klub-eigenen Sender.“
Wohin es ihn in der neuen Saison zieht, ist noch offen. In Verbindung gebracht wird er immer wieder mit Vereinen, fix ist jedoch nich nix.
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