23.06.2022 15:01 |

Mindgeek-Konzern

CEO tritt ab: Pornhub sucht neuen Geschäftsführer

Mindgeek, der umstrittene Internetkonzern hinter vielen populären Porno-Plattformen wie Pornhub oder YouPorn, ist auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer. Das bisherige Führungsduo - Geschäftsführer Feras Antoon und der für das Tagesgeschäft zuständige David Tassillo - tritt zurück.

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Das hat Mindgeek dem US-Magazin „Variety“ bestätigt: „Antoon und Tassillo verlassen das Tagesgeschäft nach mehr als einem Jahrzehnt in Führungspositionen des Unternehmens.“ Vorerst werde das verbliebene Management die Geschäfte des „strategisch für langfristiges Wachstum“ positionierten Porno-Konzerns leiten. Die Suche nach einem Nachfolger sei aber bereits im Gange.

Führungswechsel offenbar schon länger geplant
Dienstort der neuen Manager wird das kanadische Montreal. Dem Konzern zufolge war der Führungswechsel schon seit Jahresbeginn geplant, Antoon und Tassillo werden dem Unternehmen als Aktionäre erhalten bleiben.

Mindgeek beschäftigt insgesamt rund 1600 Mitarbeiter, die diversen Plattformen des Konzerns erreichen laut Firmenangaben täglich 150 Millionen Internetnutzer. Mindgeek-Mehrheitseigentümer soll ein Oberösterreicher sein.

Mindgeek steht seit Jahren unter Beschuss
Der Konzern ist umstritten: Mehrfach wurden Vorwürfe laut, Mindgeek würde nicht ausreichend gegen nicht einvernehmliche Uploads vorgehen, in denen mitunter Minderjährige zu sehen seien. Daraufhin kam es zu Problemen mit Bezahldienstleistern. Die Mindgeek-Plattformen reagierten mit strikteren Regeln bei Uploads und löschten einen großen Teil ihres Video-Inventars.

Doch Mindgeek steht nach wie vor unter Beschuss: Erst vor einigen Tagen veröffentlichte der „New Yorker“ einen Bericht, in dem Pornhub vorgeworfen wird, jahrelang widerrechtlich angefertigte Aufnahmen Minderjähriger gehostet zu haben. Auch einige NGOs und Vereine stehen auf Kriegsfuß mit Pornhub, 2021 kam es sogar zu einem Brandanschlag auf die Villa des Geschäftsführers. Antoons Verdacht: „Könnten extremistische religiöse Gruppen jemanden dazu angestiftet haben? Absolut.“

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