Fast genießbar

Fast Food im Test

Gesund
31.08.2006 14:08
Böse Zungen behaupten, Fast Food heißt Fast Food, weil es „fast etwas zu essen“ ist. Eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer Wien scheint dieses Bonmot zu bestätigen. 13 von 16 getesteten Fast-Food-Produkten sind beim aktuellen Fett-Test glatt durchgefallen. Nur ein Produkt war okay, zwei weitere wurden eingeschränkt empfohlen.

Der Grund für das schlechte Ergebnis: Zu viel Fett und Fett mit schlechter Qualität. In einem Fall war der Gehalt an Transfetten so hoch, dass dieses Produkt in Dänemark, dem einzigen europäischen Land mit einer gesetzlichen Obergrenze für Transfette, gar nicht verkauft werden dürfte. Auffallend: Das war kein Burger oder Hot-Dog, sondern ein Spinatstrudel aus der Bäckerei. Wie generell die Bäckereiprodukte schlechter abgeschnitten haben als die vermeintlichen „Fett-Bomben“ aus Kebab-Buden oder Fast-Food-Ketten.  

„Hin und wieder Fast Food ist ja okay", so die Konsumentenschützer, „es sollte halt nicht fix zum Tagesmenüplan gehören. Und bei Fast Food aus der Bäckerei sollte man aufpassen. Die klingen gesünder als sie sind."  

Analysiert wurde der Fettgehalt
Gekauft wurden Kebab, Hot-Dogs, Pizzaschnitten, Burger und Bäckereiprodukte wie Spinatstrudel und Thunfischtascherl. Gekauft wurde bei Kebab-Buden, Imbiss-Ständen, Pizzaschnitten-Gassenverkäufen, Fast-Food-Ketten und Bäckereien. Analysiert wurden Fettgehalt, Fettsäuremuster und Trans-Fettsäuregehalt.  

Betrachtet man nur den relativen Fettgehalt, also den Fettanteil pro 100 Gramm, sind die Produkte gar nicht so schlecht, nur drei waren zu fett. „Weil aber niemand nur 100 Gramm isst und den Rest wegschmeißt, ist natürlich die Gesamtanalyse wichtig, und da schaut’s schon ganz anders aus."  

Spinatstrudel schlechter als Burger
Betrachtet man Fettgehalt, Fettqualität und Gehalt von Transfetten für das gesamte Produkt, dann war nur ein Produkt – ein Fischbaguette – in Ordnung. Zwei weitere Produkte (eine Pizzaschnitte mit Schinken und Mais und ein Hamburger mit Rindfleisch) können zumindest eingeschränkt empfohlen werden. Der Rest ist „wenig empfehlenswert". Überraschend ist, dass die vermeintlich „besseren" Produkte, wie Spinatstrudel oder Thunfischtascherl aus der Bäckerei, schlechter abschneiden als Produkte vom Würstelstand oder einer Burgerbude.

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