Deutlicher Rückgang
Italien meldet Erfolge gegen illegale Migration
Illegale Migrationsströme sind in Italien deutlich eingedämmt worden. Auch gegen Schwarzarbeit und Ausbeutung werde laut Rom rigoroser vorgegangen – zumal eine Tragödie kürzlich für Entsetzen gesorgt hat.
Die Zahl der irregulären Ankünfte in Italien ist nach Angaben von Innenminister Matteo Piantedosi weiter deutlich zurückgegangen. Seit Jahresbeginn seien 77 Prozent weniger Migranten angekommen als im Jahr 2023 und 52 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2025, sagte Piantedosi während einer Fragestunde im Parlament.
Seit Anfang 2026 seien lediglich 12.370 Migranten nach Seefahrten über das Mittelmeer in Italien eingetroffen.
Piantedosi verwies außerdem darauf, dass die Regierung in den vergangenen drei Jahren die legale Einreise von rund 100.000 ausländischen Arbeitskräften ermöglicht habe. Im Bereich der Terrorismusbekämpfung erklärte der Minister, seit Amtsantritt der Regierung im Oktober 2022 seien 250 ausländische Staatsangehörige ausgewiesen worden, die als Gefahr für die nationale Sicherheit eingestuft worden seien.
Schwarzarbeit wird bekämpft
Seit 2022 sind in Italien 1895 Anzeigen erstattet und 346 Personen wegen illegaler Arbeitsvermittlung und Ausbeutung von Arbeitskräften festgenommen worden, teilte der Innenminister mit. Dabei handelt es sich um Straftaten im Zusammenhang mit illegalen Arbeitsvermittlung, die insbesondere in der Landwirtschaft mit Ausbeutung und Schwarzarbeit in Verbindung gebracht wird.
Piantedosi betonte, die Bekämpfung des Problems erfordere einen umfassenden Ansatz. Die Regierung arbeite gemeinsam mit dem Arbeits- und dem Landwirtschaftsministerium an einer Strategie, die von der Steuerung saisonaler Arbeitsmigration über die Planung von Einwanderungskontingenten bis hin zum Schutz von Arbeitnehmerrechten und verstärkten Kontrollen reiche.
Vorfall schockte ganz Italien
Vor zwei Wochen waren vier ausländische Landarbeiter in der süditalienischen Region Kalabrien ermordet worden. Den Ermittlungen zufolge wurden die vier Opfer in einem Kleinbus eingeschlossen und anschließend bei lebendigem Leib verbrannt.
Zwei Pakistanis wurden in Zusammenhang mit dem Mord festgenommen. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte die Tat im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen innerhalb der Arbeitsgemeinschaften von Migranten in der Gegend stehen.









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