Kinderleicht erklärt

Warum heißt das Muttermal nach Mama?

Gesünder leben
09.06.2026 10:00

Braune Punkte auf deinem Körper sind (leider) kein Geheimcode, sondern sogenannte Muttermale. In unserer Rubrik „Kinderleicht erklärt“ lesen Mädchen und Buben dieses Mal, woher das Muttermal wirklich seinen Namen hat und über viele weitere spannende Fakten.

Muttermale hast du bestimmt schon einmal auf deiner Haut entdeckt – vielleicht am Arm, im Gesicht oder an anderen Stellen. Manche sind winzig wie ein Punkt, andere etwas größer. Insgesamt hat jeder Mensch ungefähr 20 bis 40 davon. Der eine mehr, der andere weniger. Man nennt sie auch Leberflecken. Diese beiden Namen sind ganz schön spannend, oder?

Das Wort „Muttermal“ klingt, als hätte es direkt etwas mit Mama zu tun. Es ist mehrere hundert Jahre alt und bedeutet wirklich „von der Mutter stammendes Zeichen“. Früher, als die Menschen noch nichts von Genen oder Vererbung wussten, haben sie sich gedacht: Wenn ein Baby mit einem Fleck geboren wird, muss das etwas mit seiner Mama zu tun haben, weil es während der Schwangerschaft in ihrem Bauch gewachsen ist. Deshalb suchten sie nach einfachen Erklärungen wie dieser.

Früher glaubte man sogar, Muttermale hätten etwas mit dem Essen der Mama während der Schwangerschaft zu tun. Auch die Leber brachte man fälschlicherweise damit in Verbindung – daher kommt der Name Leberfleck. Die Leber ist wie ein Superheld im Bauch, der schädliche Stoffe aus dem Körper entfernt und dir hilft, gesund zu bleiben. Oder wie eine kleine Filter- und Aufräumstation, die alles sortiert, was dein Körper nicht braucht.

Mittlerweile gilt als klar: Der Name kommt vermutlich daher, dass viele dieser „Punkte“ eine braune Farbe haben, die früher mit jener der Leber verglichen wurde. Heute wissen wir auch: Muttermale entstehen durch die Gene von Mutter und Vater. Denn beide haben den Bauplan für deinen Körper weitergegeben.

Was sind Leberflecken wirklich?
In der Haut gibt es Pigmentzellen, die Melanozyten heißen. Man kann sie sich wie kleine Farbtropfen vorstellen, die normalerweise gleichmäßig in der Haut verteilt sind. Sammeln sich aber viele dieser Zellen an einer Stelle, entsteht dort ein dunkler Fleck – das Muttermal. Je nach Anzahl und Aktivität der Zellen sehen diese unterschiedlich aus: hell, dunkel, flach oder erhaben (das heißt, du spürst sie beim Drüberstreicheln).

Einige dieser Male sind schon bei der Geburt da, andere entstehen erst im Laufe des Lebens. Besonders in Kindheit und Jugend kommen oft neue dazu. Die Sonne spielt ebenso eine Rolle, deshalb ist Sonnenschutz wichtig. Lass dich also von deinen Eltern gut mit Sonnencreme einschmieren, wenn du aus dem Haus gehst.

Wenn du das nächste Mal ein Muttermal entdeckst, weißt du: Es handelt sich leider nicht um einen Geheimcode, sondern nur um ein kleines Zeichen auf deiner Haut, das meist völlig harmlos ist. Dennoch werden deine Eltern und der Kinderarzt deine Leberflecken im Auge behalten, weil sich in sehr seltenen Fällen daraus eine Erkrankung entwickeln kann.

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