Lukratives Angebot

Abfindungsprogramm bei BMW: Tausende wollen weg

Motor
20.10.2026 15:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Weil Tausende Beschäftigte das Unternehmen verlassen wollen, schließt BMW sein Abfindungsprogramm vorzeitig. Man habe das Ziel des freiwilligen Aufhebungsprogramms frühzeitig erreicht, heißt es vom Autobauer.

 Erst vor knapp drei Wochen hatten Zehntausende Mitarbeiter in Deutschland ihre Abfindungsangebote erhalten. Bis Mitte November soll das Programm nun abgeschlossen werden.

Dann sollen alle Interessenten wissen, ob ein Aufhebungsvertrag zustande kommt, heißt es aus Kreisen. Dies werde bei den meisten, aber nicht allen Interessenten der Fall sein. Weitere Anmeldungen für das Programm sind nicht mehr möglich.

System zeitweilig überlastet
BMW hatte das Abfindungsprogramm in Deutschland im Sommer bekanntgegeben, ohne eine konkrete Zielzahl zu nennen. Damals hatte es aus Konzernkreisen aber auch geheißen, dass weltweit etwa 8000 Jobs abgebaut werden, gut die Hälfte davon in Deutschland. Daraus ergibt sich, dass wohl um die 5000 Mitarbeiter Interesse am Abfindungsprogramm angemeldet haben.

  Als die Abfindungsangebote Anfang Oktober veröffentlicht wurden, war das Interesse der Mitarbeiter, ihr persönliches Angebot zu sehen, so groß, dass Kreisen zufolge vorübergehend die Systeme überlastet waren. Dies habe aber nur für einige Stunden gegolten. Jeder, der Interesse gehabt habe, haben es anmelden können.

Viele Angebote wohl deutlich sechsstellig
Aus früheren Aussagen des Konzerns lässt sich ableiten, dass die Rückstellungen für das Abfindungsprogramm gut eine Milliarde Euro betragen. Rein rechnerisch dürften sich also viele Abfindungsverträge deutlich im sechsstelligen Bereich bewegen.

Ursprünglich hatte BMW als Ziel für das Abfindungsprogramm Oktober 2027 genannt. Dies bezieht sich aber auf das späteste Ende für die Arbeitsverhältnisse. Wie aus Kreisen zu hören ist, wird auch jetzt nicht jeder Vertrag sofort enden.

Das Abfindungsprogramm wendete sich in Deutschland nur an sogenannte indirekte Mitarbeiter, also etwa Verwaltung oder Entwicklung. Beschäftigte in der Produktion waren explizit ausgeschlossen. Daher sind insbesondere Mitarbeiter in München betroffen – einfach, weil dort die meisten Menschen außerhalb der Produktion arbeiten.

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