Unschöne Szenen beim Grazer Derby. Der Sturm-Goalie Daniil Khudyakov verletzte sich bei einem Zusammenprall mit GAK-Spieler Jacob Italiano schwer.
Khudyakov wollte den Ball im eigenen Strafraum klären. GAK-Spieler Italiano versuchte, diesen zu erobern, traf dabei jedoch den Tormann. Dieser ging schreiend zu Boden – schnell wurde klar, dass sich der Keeper schwer am Bein verletzt haben dürfte.
Die heraneilenden Spieler wirkten geschockt und bildeten sofort einen Sichtschutz um den verletzten Torhüter. Im Grazer Stadion, in dem zuvor noch hitzige Derbystimmung geherrscht hatte, kehrte plötzlich Stille ein. Als Khudyakov schließlich von der Rettung abtransportiert wurde, applaudierten ihm die Fans zum Abschied.
Sturm drehte Partie
Der Schock saß bei beiden Teams tief – GAK-Spieler Italiano kämpfte mit den Tränen. Auch nach dem Wiederanpfiff gingen die beiden Mannschaften verständlicherweise nicht mit dem letzten Nachdruck in die Zweikämpfe. Der GAK, der zuvor mit 1:0 in Führung gegangen war, fand nur schwer zurück ins Spiel und kassierte innerhalb kurzer Zeit drei Gegentore.
„Muss einiges hinterfragen“
„Da muss man im österreichischen Fußball einiges hinterfragen“, tobte Sturm-Präsident Christian Jauk im „Sky“-Interview in der Halbzeitpause. „Es war von Anfang an ein aggressives Match und der Schiedsrichter hat nichts dagegen unternommen – wir brauchen irgendwo die Qualität, dass so etwas nicht passieren kann“, sprach er über die schwere Verletzung des Tormanns.
„Es war eine schlimme Situation“, meldete sich auch GAK-Präsident Rene Ziesler im „Sky“-Interview zu Wort. „Aber ich kenne Jacob, das war auf keinen Fall Absicht“, verteidigte Ziesler seinen Spieler.
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