Die Autobranche steht derzeit unter massivem Druck: In China bricht der Markt ein, das spürt auch BMW. Jetzt will die bayerische Kultmarke tausende Jobs streichen. Dafür stellte BMW zuletzt ein Abfindungsprogramm online. Der Ansturm darauf war wohl so groß, dass es nach kurzer Zeit wieder gestoppt werden musste.
Das Abfindungsangebot war für viele Mitarbeiter des Autokonzerns wohl zu verlockend! Nur wenige Tage, nachdem das Programm online gegangen ist, wurde es schon wieder geschlossen. Die riesige Anzahl an Anfragen müsse offenbar erst einmal bearbeitet werden, wie Mitarbeiter dem „BR“ berichteten.
Bereits kurz nach dem Start des Programms war der Ansturm massiv. Wegen Überlastung sei das Portal zeitweise nicht erreichbar gewesen, wie aus Unternehmenskreisen zu hören war.
Abfindungen richten sich nach Zeit der Beschäftigung
Mit dem Programm konnten sich Mitarbeiter ihr persönliches Abfindungsangebot berechnen lassen. Die Höhe richtet sich vor allem danach, wie lang man die Mitarbeiter bei BMW gearbeitet haben und wie hoch ihr Einkommen war. Langjährige, ältere Beschäftigte mit höheren Gehältern sollen teilweise mehrere Hunderttausend Euro angeboten bekommen haben.
Ein offizielles Statement zu dem Crash des Portals kam von der Konzernzentrale nicht. BMW bestätigt jedoch das große Interesse der Mitarbeiter. Das Angebot sei nach dem Versand der persönlichen Konditionen auf eine hohe Nachfrage gestoßen.
BMW will mit Abfindungsprogramm eine Milliarde sparen
Fest steht auch, dass Abfindungsprogramme Unternehmen teuer kommen können. Bei BMW rechnet man damit, dass das Programm einen dreistelligen Millionenbetrag kostet, so der „BR“. Ab 2028 rechnet der Vorstand dann mit Einsparungen in Höhe von einer Milliarde Euro.
China-Markt bricht ein
Grund für die schlechten Absatzzahlen bei BMW ist unter anderem der Markteinbruch in China. Obwohl der deutsche Autobauer im dritten Quartal in Europa und den USA mehr Autos verkauften als vor einem Jahr, müssen sie auf Konzernebene einen Rückgang von 6,3 Prozent auf 551.072 Fahrzeuge hinnehmen – die „Krone“ berichtete. In China leiden derzeit alle deutschen Hersteller unter einem Preiskrieg in einem insgesamt schrumpfenden Markt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.