Portal wohl gecrasht

Massenansturm: BMW muss Abfindungsprogramm stoppen

Wirtschaft
15.10.2026 15:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Autobranche steht derzeit unter massivem Druck: In China bricht der Markt ein, das spürt auch BMW. Jetzt will die bayerische Kultmarke tausende Jobs streichen. Dafür stellte BMW zuletzt ein Abfindungsprogramm online. Der Ansturm darauf war wohl so groß, dass es nach kurzer Zeit wieder gestoppt werden musste.

Das Abfindungsangebot war für viele Mitarbeiter des Autokonzerns wohl zu verlockend! Nur wenige Tage, nachdem das Programm online gegangen ist, wurde es schon wieder geschlossen. Die riesige Anzahl an Anfragen müsse offenbar erst einmal bearbeitet werden, wie Mitarbeiter dem „BR“ berichteten. 

Bereits kurz nach dem Start des Programms war der Ansturm massiv. Wegen Überlastung sei das Portal zeitweise nicht erreichbar gewesen, wie aus Unternehmenskreisen zu hören war.

Abfindungen richten sich nach Zeit der Beschäftigung
Mit dem Programm konnten sich Mitarbeiter ihr persönliches Abfindungsangebot berechnen lassen. Die Höhe richtet sich vor allem danach, wie lang man die Mitarbeiter bei BMW gearbeitet haben und wie hoch ihr Einkommen war. Langjährige, ältere Beschäftigte mit höheren Gehältern sollen teilweise mehrere Hunderttausend Euro angeboten bekommen haben.

Ein offizielles Statement zu dem Crash des Portals kam von der Konzernzentrale nicht. BMW bestätigt jedoch das große Interesse der Mitarbeiter. Das Angebot sei nach dem Versand der persönlichen Konditionen auf eine hohe Nachfrage gestoßen.

BMW will mit Abfindungsprogramm eine Milliarde sparen
Fest steht auch, dass Abfindungsprogramme Unternehmen teuer kommen können. Bei BMW rechnet man damit, dass das Programm einen dreistelligen Millionenbetrag kostet, so der „BR“. Ab 2028 rechnet der Vorstand dann mit Einsparungen in Höhe von einer Milliarde Euro.

China-Markt bricht ein
Grund für die schlechten Absatzzahlen bei BMW ist unter anderem der Markteinbruch in China. Obwohl der deutsche Autobauer im dritten Quartal in Europa und den USA mehr Autos verkauften als vor einem Jahr, müssen sie auf Konzernebene einen Rückgang von 6,3 Prozent auf 551.072 Fahrzeuge hinnehmen – die „Krone“ berichtete. In China leiden derzeit alle deutschen Hersteller unter einem Preiskrieg in einem insgesamt schrumpfenden Markt.

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