Austria gegen BW Linz

Strenge Bier-Regel und ein leerer Auswärtsblock

Strenge Leichtbier-Regel und ein kurioser Plan aus Linz: Der Zweitliga-Hit zwischen Austria Salzburg und BW Linz sorgt schon vor dem Anpfiff für Aufsehen. Doch auch das turbulente Westderby dürfte die Austria noch länger beschäftigen.

Das Westderby zwischen Wacker Innsbruck und Austria Salzburg könnte ein Nachspiel haben. Wackers Anhänger fielen mit Attacken auf die violetten Fans höchst negativ auf. Dazu gab es zahlreiche Becherwürfe – von allen Seiten. Trainer Christian Schaider bekam eines von vielen Geschossen ab. „Was sich da abgespielt hat, war nicht mehr lustig“, fasste es Austrias Klubmanager Harald Mittermaier zusammen.

Leichtbier, aber kein Spritzer
Schon in dieser Woche geht es in Maxglan wieder rund. Mit Blau-Weiß Linz wartet am Freitag (20.30) der Tabellenführer der 2. Liga. Auch in diesem Duell ist abseits des Rasens mächtig Pfeffer drinnen. Angesichts der Sicherheitsbedenken grenzt es an ein Wunder, dass die Partie überhaupt in Maxglan angepfiffen wird.  

„Wir haben vor Wochen ein erweitertes Sicherheitskonzept eingereicht, welches von den Behörden um einige Punkte ergänzt wurde“, sagte Obmann David Rettenbacher. Beispiel gefällig? „Wir dürfen beim Spiel nur Leichtbier ausschenken“, erläutert Klubmanager Mittermaier. Neben der „Lex Leichtbier“ – Spritzer sind zum Beispiel nicht erlaubt – muss ein Teil des Geländes mit Planen blickdicht gemacht werden. Zudem konnten ausschließlich Mitglieder Karten kaufen.

Austria Salzburgs Klubmanager Harald Mittermaier.
Austria Salzburgs Klubmanager Harald Mittermaier.(Bild: Sebastian Steinbichler)

Kuriose Idee aus Linz
Das Spiel wird mit 1566 Zuschauern ausverkauft sein, zehn Prozent davon stehen im Auswärtssektor. Doch deutlich mehr Linzer Fans würden gerne nach Salzburg reisen! Den jüngsten Ankündigungen aus Linz zufolge machen zumindest 300 Fans die Reise nach Salzburg mit. Doch was passiert mit jenen, die kein Ticket bekommen? Jetzt wird es endgültig kurios: Erst dachten die Linzer offenbar über ein Public Viewing am angrenzenden Parkplatz nach, da senkten die Behörden aber den Daumen. Jetzt soll gleich der ganze Auswärtsblock leer bleiben. 

Aus Protest. Weil die Auswahl der „glücklichen 150“ so schwer sei, wie aus Linz zu vernehmen ist. Eine seltsame Form der Auflehnung gegen die Zehn-Prozent-Regel. Zumal die Austria im Rückspiel im Frühjahr auch deutlich mehr Karten als die 500 bis 600, die ihnen zustehen, an den Mann bringen könnte, es aber nicht tut.

Das letzte Wort in der Causa ist noch nicht gesprochen. Beide Vereine stehen weiter miteinander in Kontakt. 

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