HIV-Alarm auf Inseln

Fälle steigen rasant: Fidschi ruft Notstand aus

Ausland
22.09.2026 14:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Fidschi-Inseln rufen wegen rasant steigender HIV‑Infektionen den nationalen Notstand aus. Die Regierung hofft, so sexualisierte Übertragung und Drogenkonsum einzudämmen.

Schätzungen zufolge lebt inzwischen etwa jeder 60. Erwachsene in dem Urlaubsparadies mit dem Virus. Vor fünf Jahren war es noch etwa einer von 167. 2025 wurden 2016 neue HIV-Diagnosen registriert.

Lage war bereits 2025 ernst
„HIV ist inzwischen eine nationale Krise, und die Regierung behandelt sie auch als solche“, erklärte Gesundheitsminister Atonio Lalabalavu. Bereits im Jänner 2025 war die Situation als Epidemie eingestuft worden. Nun wurde der Notstand ausgerufen.

Besonders bei Schwangeren gefährlich
Die Hauptgründe für eine Ansteckung mit dem Virus in Fidschi seien sexuelle Übertragung und intravenöser Drogenkonsum. Besonders tragisch kann eine Infektion bei Schwangeren sein, so die „Fiji Times“. Rund zwei von 100 schwangeren Frauen leben mit HIV. 2025 kamen 59 Babys mit dem Virus zur Welt, 18 von ihnen starben noch vor ihrem ersten Geburtstag. HIV kann während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Stillen von der Mutter auf das Kind übertragen werden.

In dem Pazifik-Staat leben mehr als 930.000 Einwohner. Pro Jahr besuchen etwa eine Million Touristen die Inseln.

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