Sie transportieren sanktionierte Güter, wechseln ihre Identität und entziehen sich der Überwachung: Schattenflotten ermöglichen es Staaten wie Nordkorea und Russland, internationale Sanktionen zu umgehen. Eine aktuelle Analyse von Satellitenbildern macht sichtbar, wie dieses System funktioniert – und zeigt zugleich, welche Hinweise künftig dabei helfen könnten, die Schiffe leichter aufzuspüren.
Eines Nachts im April 2023 im Ostchinesischen Meer: Ein mit Nordkorea in Verbindung stehender Öltanker, der unter der Flagge eines anderen Landes fährt, verschwindet plötzlich aus den Überwachungssystemen. Er stellt die Übermittlung seiner Position über das Automatische Identifikationssystem (AIS) ein, das größere Handelsschiffe an Bord haben. Für einen Beobachter am Computerbildschirm hört das Schiff damit auf zu existieren.
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