Brücke eröffnet

Russland und Nordkorea rücken noch enger zusammen

Außenpolitik
08.09.2026 17:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Russland und Nordkorea rücken noch enger zusammen. Neben einer Eisenbahnbrücke ist nun auch die erste Straßenbrücke zwischen den beiden Staaten eröffnet worden. Das Bauwerk überspannt den Grenzfluss Tumen und ist russischen Angaben zufolge ein „Meilenstein für die bilaterale Partnerschaft“. Die Brücke solle die Beziehungen vertiefen und den Handel ankurbeln.

Der russische Ministerpräsident Michail Mischustin erklärte bei der Eröffnungszeremonie per Videoschaltung, er sei überzeugt, dass der Ausbau der grenzüberschreitenden Verkehrsinfrastruktur der Zusammenarbeit in Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Kultur neuen Schub verleihen werde. Die Brücke solle zudem den Tourismus stärken und neue Arbeitsplätze schaffen.

Die ersten Lastwägen, die aus Russland über die neue Brücke nach Nordkorea fahren, werden ...
Die ersten Lastwägen, die aus Russland über die neue Brücke nach Nordkorea fahren, werden jubelnd empfangen.(Bild: AP)

Brückenbau in Rekordzeit
Die neue Brücke steht nahe der „Freundschaftsbrücke“, einer Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1959. Die beiden Nachbarstaaten hatten den Bau der Straßenbrücke 2024 während eines Nordkorea-Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin beschlossen. Die Arbeiten begannen im Frühjahr 2025. Es gibt bereits direkte Bahn- und Flugverbindungen zwischen den Hauptstädten Moskau und Pjöngjang.

Russland und Nordkorea feiern einen „Meilenstein für die bilaterale Partnerschaft“.
Russland und Nordkorea feiern einen „Meilenstein für die bilaterale Partnerschaft“.(Bild: EPA/RUSSIAN TRANSPORT MINISTRY PRESS SERVICE/HANDOUT HANDOUT)

Stationierung von 50.000 nordkoreanischen Soldaten in Russland?
Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine arbeiten Russland und das international weitgehend isolierte Nordkorea enger zusammen. Nordkorea unterstützt das russische Militär mit Truppen und liefert Rüstungsgüter. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sollen bis zu 50.000 nordkoreanische Soldaten auf russischem Territorium stationiert werden. Natürlich könnte die Brücke auch als militärische Nachschubroute für den Ukraine-Krieg verwendet werden.

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