Nach dem gescheiterten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle erwartet der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt zunehmende hybride Angriffe und will ihre Abwehr durch einen Schutzschirm ausbauen. Schnell verlegbare Einheiten in strategisch wichtigen Städten sollen künftig den Luftraum schützen.
„Russlands hybride Angriffe mit Sprengstoffdrohnen auf Flughäfen, Agenten in unseren Städten, Cyberangriffen auf unsere Netze und Sabotage unserer Infrastruktur sind tägliche Realität“, sagte der CSU-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Diese Angriffe werden zunehmen, aber wir können uns wehren und schützen.“
Der Sicherheitsplan besteht nach Informationen der Zeitung aus dem Innenministerium aus mehreren Kernbereichen. Demnach soll der Luftraum über kritischen Drehkreuzen, Flughäfen und Bahnhöfen sowie über dem Regierungsviertel in Berlin künftig lückenlos vor Drohnen geschützt werden.
Dafür sollen neue, schnell verlegbare Einheiten an strategisch wichtigen Standorten in Frankfurt am Main, München, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Hannover und Köln eingesetzt werden. Dabei gehe es neben dem Abfangen auch um die Entschärfung von Drohnenbomben und Sprengsätzen, schreibt die „Bild am Sonntag“.
Schutz kritischer Infrastruktur
Die Abwehr der Drohnen solle in Zukunft nicht nur durch die Bundespolizei und andere Behörden erfolgen, sondern auch durch Unternehmen der kritischen Infrastruktur wie Wasserwerke, Stromanbieter und Rüstungsbetriebe. Sie sollten rechtliche Möglichkeiten bekommen, Drohnen nicht mehr nur zu detektieren, sondern auch aktiv abzuwehren.
Cyberdome
Angesichts Hunderter täglicher Cyber-Attacken auf Behörden und Unternehmen solle ein nationaler Schutzschild (ein sogenannter Cyberdome) errichtet werden. Dabei handele es sich um ein engmaschiges Netz aus digitalen Sensoren, das Angriffsversuche von Hackern erkennen und abfangen solle.
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