Fünf Tage in Thailand
US-Soldaten geben bei Landgang 3 Mio. Dollar aus
Nach strapaziösen Monaten auf See hatte die Besatzung des US-Flugzeugträgers „USS Abraham Lincoln“ fünf Tage Landgang in Thailand. Dabei gaben sie ordentlich Geld aus: Die Küstenstadt Pattaya freut sich über Einnahmen von rund drei Millionen US-Dollar.
In der bei Urlaubern beliebten Metropole hatten sich die 5000 Matrosen und Marinesoldaten nach fast zehn Monaten auf See ein paar Tage lang von den Strapazen an Bord der „Abraham Lincoln“ erholen können.
Viele Missstände an Bord
Wegen Missständen war der Flugzeugträger in die Negativschlagzeilen geraten. Die Besatzung litt laut US-Medienberichten unter einem Mangel an Lebensmitteln, defekten sanitären Anlagen und fehlenden Hygiene-Artikeln. Zudem habe eine große psychische Belastung für die Besatzungsmitglieder und sogar Suizidversuche gegeben.
Aufenthalt ohne grobe Zischenfälle
Die thailändische Polizei mobilisierte zahlreiche Einsatzkräfte, die während des Landgangs der Matrosen im für seinen Sextourismus berüchtigten Pattaya für Sicherheit sorgen sollten. Nach Angaben der Polizei verlief der Aufenthalt ohne größere Zwischenfälle. „Alles ist gut gelaufen“, sagte Pattayas Polizeichef Anek Srathongyoo. „Es gab keine Festnahmen oder Streitigkeiten, außer am ersten Tag, als Amerikaner untereinander eine Auseinandersetzung hatten.“
Streit unter Seeleuten
Die US-Marine schickte zwei Seeleute zurück auf die „Lincoln“, die in der Nähe von Pattayas Ausgehviertel Walking Street aneinander geraten waren. Einst ein verschlafenes Fischerdorf diente Pattaya im Vietnamkrieg zunächst als Erholungsort für US-Soldaten und entwickelte sich in der Folge zu einem Magneten für Touristen aus aller Welt. Besonders beliebt sind die Strände und das Nachtleben.
Bürgermeister freut sich über Geldsegen
Der Bürgermeister von Pattaya, Poramase Ngampiches, freute sich über Einnahmen in Höhe von geschätzt drei Millionen US-Dollar durch den Landgang. Zudem habe die Stadt davon profitiert, „dass andere Güter wie etwa Zahnpasta im Wert von Millionen Baht an das Schiff verkauft wurden“, sagte Poramase der Nachrichtenagentur AFP.
Kurs Richtung Heimat
Inzwischen hat der Flugzeugträger wieder abgelegt. Am Sonntagvormittag verließ der Marine-Koloss am Sonntag den im Süden des Landes gelegenen Hafen Laem Chabang. Er nimmt Kurs auf den Heimathafen San Diego. Von dort war das Schiff im November 2025 ausgelaufen, um im Südchinesischen Meer Dienst zu leisten. Noch vor Beginn des Iran-Krieges Ende Februar wurde er in die Krisenregion beordert. Die Berichte über die schlechten Bedingungen an Bord hatten die Kritik in den USA an dem Krieg noch verschärft.

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