Vorturner und Motivator Philipp Jelinek hatte auf einmal Probleme mit den Augen. Plötzlich begannen Blitze im linken Auge zu zucken. Und dann musste es ganz schnell gehen – er wurde operiert. Jetzt erzählt er seine Geschichte.
Du legst dich ins Bett, schließt die Augen – und plötzlich beginnen im linken Auge Blitze zu zucken. Wie in einer Disco, eine Lichterkette, die sich im Kreis bewegt. So begann Ende Februar meine Krankengeschichte. Mein erster Gedanke: „Das hat mir mein Freund Thomas damals auch erzählt, als er eine Netzhautablösung hatte.“
Gleich am nächsten Morgen rief ich ihn an. Thomas ist nicht nur ein Freund, sondern auch mein Arzt und Urologe meines Vertrauens im Sanatorium Hera in Wien. Seine klare Ansage: „Das gehört angesehen.“ Zum Glück waren es damals „nur“ zwei kleine Einblutungen. Nach einigen Tagen Ruhe war bei der Kontrolle wieder alles in Ordnung. Ich sollte aber sofort kommen, falls sich die Sicht verändert.
Das Sichtfeld war eingeschränkt
Vier Monate später war es so weit. Plötzlich sah ich auf der Innenseite des linken Auges etwas, das wie ein Vorhang wirkte. Mein Sichtfeld war eingeschränkt. Am 6. Juli ging ich deshalb direkt nach der Sendung das Sanatorium Hera. Die Diagnose: zwei Netzhautrisse – und die mussten sofort behandelt werden. Mir wurde erst richtig bewusst, wie dringend es war, als ich erwähnte, dass ich noch Sendungen aufzeichnen müsse. „Nein, das muss sofort gemacht werden“, sagte Augenärztin OÄ Dr. Nina Popp. Ich solle ins Hanusch-Krankenhaus (W) fahren, dort werde ich bereits erwartet.
Also schneller geht’s nicht: Um 10.30 Uhr Kontrolle im Sanatorium Hera, um 13.45 Uhr lag ich bereits auf dem OP-Tisch im Spital bei Dr. Christoph Leisser. Dafür bin ich bis heute dankbar. Die Operation unter örtlicher Betäubung war eine völlig neue Erfahrung. Man bekommt vieles mit, sieht aber nur Licht. Nach rund 75 Minuten war alles geschafft. Die erste Nacht musste ich mit gesenktem Kopf beziehungsweise in Bauchlage verbringen – für einen überzeugten Nicht-Bauchschläfer eine echte Herausforderung. Zum Glück gab es gerade die Fußball-WM. Also saß ich im Bett, den Kopf nach unten geneigt, und schaute mir die Spiele am Handy an.
Danach sollte ich vor allem auf der linken Seite schlafen und mich immer wieder hinlegen, damit sich die Netzhaut gut anlegen konnte. Eine sogenannte Gastamponade im Auge dient nach einer Netzhaut- oder Glaskörper-Operation (Vitrektomie) als Druckhilfe, um die Netzhaut an Ort und Stelle zu halten. Heute, einige Wochen später, sind vom Gas im Auge nur noch etwa zehn Prozent übrig. Die Sicht wird langsam besser. Sport darf ich wieder machen, nur größere Höhen muss ich noch meiden.
Gesundheit ist nicht selbstverständlich
Diese Erfahrung hat mich wieder einmal eines ganz deutlich gelehrt: Gesundheit ist keine Selbstverständlichkeit. Es kann von einer Sekunde auf die andere alles anders sein. Das erdet und zeigt einem, was wirklich wichtig ist. In diesem Sinne: Schaut auf euch, genießt den Tag und haltet euch fit. Die einfachste Möglichkeit dazu: „Philipp bewegt“.
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