Nach Anschlags-Versuch
Dritte Drohne und Sprengstoff in Leipzig gefunden
Vor knapp drei Wochen ist eine Drohne mit Sprengstoff auf dem Leipziger Flughafen in Deutschland gefunden worden. Doch bei dem Anschlagsversuch dürften gleich drei Drohnen im Spiel gewesen sein, wie deutsche Medien jetzt berichten. Ermittler haben noch eine Drohne und wohl auch Sprengstoff gefunden.
Am 4. August wurde am Flughafen Leipzig eine Drohne mit Sprengstoff entdeckt. Sie sollte offenbar ein ukrainisches Frachtflugzeug treffen. Allerdings dürfte der Zünder der Bombe kaputt gewesen sein – der Anschlag misslang.
Gleich drei Drohnen im Spiel
Doch laut Informationen der deutschen Sender WDR und NDR sowie der „Süddeutschen Zeitung“ dürften bei dem Anschlagsversuch gleich drei Drohnen eingesetzt worden sein. Neben der am 4. August gefundenen Drohne waren wohl noch zwei weitere Drohnen im Spiel: Eine könnte mit einem DHL-Flugzeug kollidiert sein und die dritte Drohne fanden die Ermittler auf einem Feld.
Die dritte Drohne wurde schon am 14. August gefunden: im Kabelsketal, einem Gebiet, das direkt an den Flughafen grenzt. Bisher war nicht öffentlich bekannt, dass sie entdeckt wurde. Die Bundesanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern.
Am Tag darauf sollen die Ermittler dann dort auch noch rund 50 Gramm einer Substanz gefunden haben, wie es aus Sicherheitskreisen heißt. Dabei könnte es sich um den hochexplosiven militärischen Sprengstoff Hexogen handeln, lautet die erste Einschätzung der Ermittler.
Mit DHL-Flieger kollidiert
Die erste Drohne wurde am 4. August gegen 23.42 Uhr gefunden. Das zweite unbemannte Fluggerät soll schon kurz darauf – gegen 00.03 Uhr – mit einem Frachtflugzeug von DHL kollidiert sein. Der Flieger konnte nicht mehr landen, weil der Flughafen nach dem Fund der ersten Drohne gesperrt worden war. Das Frachtflugzeug startet deswegen durch und prallte dann mit einer Geschwindigkeit von einigen Hundert km/h mit der Drohne zusammen.
Das DHL-Flugzeug landete dann schließlich in Hannover. Dort wurde die Maschine untersucht. Tatsächlich fanden die Ermittler eine Beschädigung am Flugzeug, die nicht von einem Vogelschlag kommen soll. Sie könnte wohl auf eine Kollision mit einer Drohne hindeuten. Das Fluggerät selbst fanden die Ermittler aber nicht.
Antenne an Baum geklebt
Nördlich des Flughafens entdeckten die Ermittler dafür etwas anderes: An einem Baum waren eine Antenne und weitere Elektronik mit einem Klebeband angeklebt. Es könnte sein, dass damit die Drohne gesteuert worden war. In der Nähe fanden die Ermittler außerdem verbrannte Erde und Metallteile, sie denken, dass dort etwas explodiert sein könnte.
Ermittlungen laufen noch
Im Klartext heißt das: Die Täter hatten womöglich einen viel größeren Anschlag geplant, als es bisher öffentlich bekannt war. Es ist noch nicht sicher, wer die Täter sein könnten. Die Ermittler verfolgen mehrere Spuren, es wurde auch DNA gefunden. In Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass russische Geheimdienste Teil der Anschlags-Planung waren. Russland weist jede Verantwortung zurück.

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