Wels, die zweitgrößte Stadt in Oberösterreich, befreite 40.000 Quadratmeter von Asphalt und Beton und pflanzte auf dem Areal einen Volksgarten – damit gelang hier das größte Entsiegelungsprojekt Österreichs. Der neue Volksgarten wird das Herz der OÖ. Landesgartenschau 2027 sein, die sich im gesamten Stadtgebiet entfaltet.
„Hier war es bei der Hitze im Sommer mindestens zwei bis drei Grad kühler“, sagt Gottfried Struggl. Wir spazieren gerade durch den neuen Volksgarten im Herzen von Wels, es riecht nach frischer Erde, kühlem Wasser und Pflanzen.
Wir plaudern über das „Jahrhundertprojekt Österreichs“. „Für diesen Volksgarten wurden 40.000 Quadratmeter asphaltierte und bebaute Flächen entsiegelt“, sagt Struggl. Man entfernte alte Messehallen und Parkplatzwüsten. Mehr als 500 neue Bäume wurden gepflanzt, Hecken angelegt, klimafitte Grünflächen sowie naturnahe Aufenthaltsräume geschaffen. Dazu zählt auch ein großer Seerosenteich. „Mein Lieblingsplatz“, verrät Struggl.
Entspannen mit Blick auf den Traunfluss
Unweit davon kann man sich auf einer neuen Stufenterrasse an die Traun setzen. „Die Öffnung der Stadt zum Wasser bringt nicht nur Abkühlung und gutes Klima, sondern man kann hier durchatmen und abschalten“, ist Struggl begeistert. Der Volksgarten gilt schon jetzt als Vorzeigebeispiel für nachhaltige Stadtentwicklung – mit Blick auf eine zunehmend heiße Zukunft.
Zu Recht ist er auch das Herzstück der kommenden Landesgartenschau 2027, die das Motto „Stadt der Gärten“ trägt und die von der „Krone“ präsentiert wird.
„Dieses Großereignis ist weit mehr als eine Gartenschau: Wir schaffen nachhaltige Grün- und Freiräume, die über die Landesgartenschau hinaus bestehen bleiben werden. Damit investiert Wels nicht nur in ein attraktives Veranstaltungsformat, sondern vor allem auch in die dauerhafte Lebensqualität für die Bevölkerung und die Besucher unserer Stadt“, sagt Bürgermeister Andreas Rabl.
Wels wird für 178 Tage zur „Stadt der Gärten“
Die Landesgartenschau wird ab 2. April 2027 einen vielfältigen Reigen an Garten- und Naturerlebnissen für alle Generationen bieten. „Eine Familie kann locker ein ganzes Wochenende hier verbringen. Es wird nie langweilig“, verspricht Struggl.
Insgesamt werden sechs Gartenwelten eingerichtet
Im Zentrum steht der Volksgarten mit den Park-, Sport- und Spielbereichen. Es wird auch viel Blühendes geben. Der Tiergarten Wels bekommt neue Gehege und Volieren. Im Burggarten geht es nicht nur um Farbenpracht, sondern auch um „Smart Gardening“. „Wir werden viel bieten“, so Struggl.
Eröffnung der 10. Landesgartenschau in Wels, Oberösterreich: 2. April 2027 im Rahmen von „Blühendes Österreich“;
Sechs Gartenwelten: Volksgarten, Tiergarten, Burggarten, Stadtgarten, Traungarten, Waldgarten Floristikausstellungen in der Minoritenkirche;
Im Volksgarten: Park, Sport- und Spielflächen, Kunst, Seerosenteich und ein Rundweg; Der Ticketverkauf startet im Dezember 2026.
Landesgartenschau im gesamten Stadtgebiet
Vor Kurzem fiel der Startschuss für einen Waldgarten am Reinberg, dem Hausberg von Wels. Hier entstehen eine Aussichtsplattform, ein Heckenlabyrinth, ein Märchenweg sowie Angebote rund um die Themen Wald und Jagd. Weiters soll es einen Stadtgarten am Mühlbach geben und einen Traungarten am Wasser – die Landesgartenschau wird im Stadtgebiet 22 Hektar umfassen. Vereine, die Stadtgärtnerei und die Fachschule Ritzlhof sind in die Gestaltungen eingebunden. Auch die Museen – vom Welios bis zum Museum Angerlehner – machen mit.
Worauf freut sich Struggl besonders? „Mit 178 Tagen wird die OÖ. Landesgartenschau das längste Sommerfest mit Naturerlebnissen, Gastronomie und vielen Events. Das ist einzigartig.“
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