Die Meditations-Challenge, zu der die „Krone“ aufgerufen hat, ist geschafft. Redakteurin Susanne Zita hat drei Wochen täglich zehn Minuten in ihren Alltag eingebaut und war damit nicht allein. Unzählige Leser haben es ihr gleichgetan. Auch sie waren begeistert und gleichzeitig überrascht vom Effekt.
Der Plan war eigentlich, morgens mit Meditation in den Tag zu starten. Wie so vieles, was man sich fest vornimmt, hat das nicht lange geklappt, genau genommen drei Tage. Ich bin kein Morgenmensch. Eigentlich können Yoga, Tai-Chi oder Meditation in der Früh Wunder wirken. Doch ich quälte mich. Es war einfach nicht meine Zeit – schon gar nicht fürs Innehalten.
Deshalb musste ein neuer Plan her. Was ist mit abends? Ab Tag 4 saß ich gegen 18 Uhr auf einem weichen Polster. Immer an meiner Seite und ganz angetan vom neuen Ritual: unser Familienhund, der wohl dachte: „Super, Frauchen kuschelt mich eine Runde.“ Was ich auch liebend gerne tat, denn wie immer beruhigte es mich – und so kam ich schneller in den Entspannungs-Modus.
Zwischen Einkaufsliste und innerer Einkehr
Anfangs driftete ich noch oft ab, war in Gedanken bei Erledigungen, Einkaufslisten und Terminen. Aber wie heißt es so schön beim Meditieren? Alle Gedanken sind erlaubt. Nach ein paar Minuten fand mein Geist dann doch ins Hier und Jetzt. Ich horchte in mich hinein. Verspannungen, die mir sonst gar nicht so auffielen, meldeten sich plötzlich.
Aber das hatte auch etwas Gutes: Nach den Einheiten begann ich immer öfter, mich zu dehnen, zu strecken und einige Übungen in meine neue Routine einzubauen. Mit der Zeit gelang mir auch die Innenschau immer besser. Ich lernte, den Fokus auf meine Atmung zu richten und den gegenwärtigen Moment sowie die Geräusche um mich herum wahrzunehmen –das, was gerade ist, ohne es zu bewerten.
„Es braucht dazu nicht viel“
Genauso empfand es auch Leserin Isabelle W. (47): Für sie war es überhaupt „die beste Entscheidung des Monats“. Sie schreibt von „Mehr Ruhe. Mehr Klarheit. Mehr ich.“ Die Wienerin meditiert auch weiterhin täglich – manchmal morgens, manchmal abends oder auch nachmittags. Wie es ihr beliebt. „Es tut mir einfach gut und man braucht dazu nicht viel. Nicht mal Musik, außer man mag es lieber so.“ Und fügt hinzu: „Ich ruhe nach jeder Meditations-Einheit in mir selbst.“
Auch Benjamin S.,14 Jahre jung, nahm die Herausforderung an. „Am Anfang dachte ich, ich kann das niemals. Mein Kopf war einfach viel zu voll. Aber nach und nach habe ich gemerkt, dass ich ruhiger werde und mich besser konzentrieren kann.“ Sein Lieblingsplatz dafür: im Garten, auf dem weichen Gras. Vielleicht auch ein gutes Training für das kommende Schuljahr.
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