Tech-Milliardär Elon Musk will die Republikanische Partei bei der anstehenden Parlamentswahl unterstützen – trotz eines zwischenzeitlichen Zerwürfnisses mit US-Präsident Donald Trump. Seine Organisation America PAC werde sich auf Werbung fokussieren, hieß es in einem Bericht.
Musk hatte im Wahlkampf 2024 mehr als 250 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 219 Millionen Euro) an Trump gespendet. Das brachte ihm zu Beginn von dessen zweiter Amtszeit die Rolle eines engen Vertrauten ein. Er war oft an der Seite des Präsidenten zu sehen und wurde damit beauftragt, die Ausgaben des Staatsapparats zu kürzen. Dabei gingen Musk und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Gremium DOGE zum Teil äußerst rabiat vor. So wurde die Entwicklungshilfe beispielsweise „in den Holzhäcksler geworfen“, wie er es formulierte. Es folgten Proteste, die auch auf das Geschäft von Musks Elektroauto-Hersteller Tesla durchschlugen.
Zur Jahresmitte 2025 folgte dann der Bruch zwischen dem Unternehmer und Trump nach einem Streit um ein Steuergesetz. Musk behauptete öffentlich, ohne seine Hilfe wäre Trump gar nicht wiedergewählt worden. Dieser meinte wiederum, der Milliardär sei nur verärgert, weil er Elektroauto-Subventionen gestrichen habe. Später versöhnten sich die beiden zwar, aber das Verhältnis blieb distanziert.
Ein ranghoher Trump-Berater sagte jetzt, die Rückkehr von America PAC werde der Republikanischen Partei einen „enormen Schub geben“. Bei der Abstimmung Anfang November werden das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats zur Wahl stehen. Aktuell halten die Republikanerinnen und Republikaner in beiden Parlamentskammern die Mehrheit. Sollte die Demokratische Partei auch nur eine abnehmen, können sie Gesetzesvorhaben der Regierung blockieren und sie mit Ermittlungen in Ausschüssen unter die Lupe nehmen.
Schlechte Umfragewerte
Aktuelle Umfragen für mehrere Kandidaten in umkämpften Wahlbezirken sehen nicht gut aus. Fachleute bringen das unter anderem mit der Unzufriedenheit über Trump und den gestiegenen Benzinpreisen aufgrund des Iran-Kriegs in Verbindung. Zudem befürwortet laut einer aktuellen Befragung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos nur jede dritte Person in den USA den Militäreinsatz im Iran.
Bei der Präsidentschaftswahl 2024 hatte sich Musks America PAC auf die sogenannten „Swing States“ konzentriert, die zwischen der Republikanischen und der Demokratischen Partei umkämpft sind und letztlich meist den Ausgang entscheiden.
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