Ausnahmezustand!
Tausende Migranten stürmen spanische Exklave Ceuta
Ausnahmezustand in der spanischen Exklave Ceuta: In den vergangenen Tagen sind mehr als 1500 Menschen in die Hafenstadt gestürmt. Mittlerweile haben die Behörden Alarm geschlagen und sogar das Militär um Hilfe gerufen, um den Ansturm unter Kontrolle zu bringen.
Die Küstenwache und das Rote Kreuz hätten in den vergangenen Tagen viele der ankommenden Flüchtlinge aus dem Wasser gerettet, darunter auch Minderjährige, sagte der Regierungschef von Ceuta. Die Aufnahmezentren seien überlastet, Menschen würden im Freien schlafen.
Auch zahlreiche Minderjährige schwammen über Grenze nach Spanien
Videos zeigen Menschenmassen, die um die Wellenbrecher herumlaufen und über den Strand auf die Straßen rennen. Neben einer Vielzahl an jungen Männern kamen auch Familien mit Frauen und Kindern in Ceuta an. Viele der Migranten feiern ihre Ankunft und rufen „Viva España!“ in die Kameras der umstehenden Fotografen.
„Totaler humanitärer und sozialer Notstand“
Juan Jesús Vivas, der Bürgermeister der Stadt, sagte am Donnerstag: „Wir befinden uns in einer Situation des totalen humanitären und sozialen Notstands.“ In einer Ansprache rief er die Bevölkerung zur Ruhe auf und erinnerte die Einwohner der Stadt daran, dass Ceuta nicht zum ersten Mal mit einer solchen Situation konfrontiert sei. Diese hätten sie stets mit Stärke überwunden. „Gemeinsam und geeint werden wir das schaffen“, sagte er.
Regierung „stockt Ressourcen auf“
Die Regierung habe ihre Ressourcen aufgestockt, „um die Sicherheit und die Kontrolle der Migration sowie die notwendige humanitäre Hilfe zu gewährleisten, damit auf See keine Menschenleben gefährdet werden“, teilte das spanische Innenministerium mit. Dabei würden sie mit der marokkanischen Regierung zusammenarbeiten. Ceuta hat – wie die spanische Exklave Melilla – die einzige Landgrenze der EU mit Afrika. Deshalb sind die Gebiete regelmäßig Ziel von Menschen, die auf ein besseres Leben in Europa hoffen.
Einige vergleichen die Situation mit der schweren Krise von 2021, als an einem einzigen Tag rund 5000 Marokkaner die Grenze überquerten und damit die spanischen Verwaltungskapazitäten und die diplomatischen Beziehungen zum Nachbarland stark belasteten.








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