Während die UEFA heftige Kritik an den Privatisierungsplänen von Gianni Infantino äußerte und am Donnerstag sogar für einen WM-Boykott stimmte, findet Tschechiens Verband die Ideen des FIFA-Chefs offenbar gar nicht so schlecht.
„Natürlich brauchen wir noch mehr Details, aber meiner persönlichen Ansicht nach sind die positiven Auswirkungen der Absichten der FIFA erkennbar“, so Verbandspräsident David Trunda zu Sky News. „Ich sehe die praktischen Vorteile für den tschechischen Fußball, die sich aus einer engen Zusammenarbeit mit Gianni Infantino und seinem Team ergeben.“
Außerdem bewertet er alle FIFA-Projekte während seiner einjährigen Amtszeit als „sehr positiv für die Entwicklung des europäischen Fußballs“.
Die UEFA sieht‘s anders. „Als Konsequenz aus der heutigen Diskussion werden keine UEFA-Nationalmannschaften an FIFA-Wettbewerben teilnehmen, solange diese Vorschläge im Raum stehen“, teilte die UEFA am Donnerstag mit. Tschechien ließ sich offenbar umstimmen.
Es geht um viel Geld
FIFA-Boss Infantino hat gut eine Woche nach dem WM-Finale in den USA wissen lassen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils seiner kommerziellen Rechte etwa an der WM Milliarden einspielen zu wollen. Nach bisherigen Informationen soll die FIFA dadurch Einnahmen von mehr als vier Milliarden US-Dollar (rund 3,5 Mrd. Euro) erzielen, wovon auch die teilhabenden Verbände profitieren sollen.
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