„Keine Angst vor Timo“

Aufregung um entlaufene Vogelspinne im Gemeindebau

Wien
30.07.2026 15:57

Ein ungewöhnlicher Aushang sorgte am Montag in einem Gemeindebau in Wien-Mariahilf für jede Menge Aufregung – und natürlich auch Gesprächsstoff. „Timo“ – eine Vogelspinne war ausgebüxt und im Stiegenhaus verschwunden! Im Gespräch mit der „Krone“ erzählt sein Besitzer, wie es zu dem „großen Malheur“ gekommen war ...

„Vogelspinne vermisst!“ – Diese Worte ließen am Montag so manchen Bewohner im Stiegenhaus des Gemeindebaus kurz zusammenzucken. Darauf die beruhigende Botschaft des Besitzers: „Keine Angst – ,Timo‘ ist NICHT giftig“ (siehe Vermisstenanzeige). 

Kann bis zu einem Meter weit springen
Die vermisste Spinne sei im Stiegenhaus unterwegs und „irgendwo hier“ zu finden. Gleichzeitig warnte der Besitzer aber auch vor einer kleinen Überraschung: „Timo“ könne „überraschend bis zu einem Meter weit springen“. Die Nachbarn sollten ihn deshalb bitte nicht erschlagen oder anfassen, sondern einfach Bescheid geben. „Ich hole ihn ab“, schrieb der Besitzer auf den Zettel.

(Bild: zVg, Krone KREATIV)

Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen?

„Timo“ lebt normalerweise ganz gemütlich in seiner kleinen Dreier-WG: Gemeinsam mit zwei weiteren Spinnen bewohnt er das Terrarium seines Besitzers. In der Wohnung lebt auch noch ein Hund – und genau dieser spielte eine entscheidende Rolle bei der unfreiwilligen Flucht.

Hitze, offene Tür und eine unglückliche Verkettung
Wegen der sommerlichen Hitze wollte der Besitzer seine Wohnung ordentlich durchlüften. Da er nur Fenster auf einer Seite hat, blieb die Wohnungstüre für rund 20 Minuten offen. Dann kam eines zum anderen: Plötzlich lief der Hund ins Stiegenhaus und musste schnell wieder eingefangen werden. Währenddessen war der Besitzer eigentlich gerade dabei, „Timos“ Zuhause zu reinigen.

Der kleine Kletterkünstler dürfte diese Gelegenheit genutzt und sich still und heimlich auf Wanderschaft begeben haben.

Zitat Icon

Mir ist es zunächst gar nicht aufgefallen. Erst beim Weiterputzen habe ich bemerkt, dass „Timo“ weg ist. Oft versteckt er sich ja hinter einem Stein.

„Timos“ Besitzer im „Krone“-Gespräch

Als der Verlust klar war, schrillten bei ihm die Alarmglocken. Denn auch wenn Timo kein gefährliches Tier ist, wollte er seine Nachbarn sofort informieren. „Ich wollte die Leute beruhigen. Ich glaube, die Plakatierung hat natürlich schon für Aufregung gesorgt.“

Und so blieb die große Frage: Wo versteckt sich der Ausreißer? Hinter einer Tür? Unter einer Treppenstufe? Oder irgendwo, wo ihn niemand vermutet?

Ein Foto von „Timo“. An den Händen kann man erkennen, wie groß der Achtbeiner tatsächlich ist.
Ein Foto von „Timo“. An den Händen kann man erkennen, wie groß der Achtbeiner tatsächlich ist.(Bild: zVg)

Happy End für den haarigen Achtbeiner
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: In der Nacht auf Dienstag  wurde „Timo“ entdeckt. Ein aufmerksamer Nachbar fand den achtbeinigen Ausflügler, verständigte sofort den Besitzer, und der brachte ihn sicher zurück nach Hause.

Der ungewöhnliche Hausgast ist somit wieder dort, wo er hingehört – in seinem Terrarium – und die ganze Nachbarschaft darf aufatmen!

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