Dichter Rauch, meterhohe Flammen und ein Großaufgebot der Einsatzkräfte: Ein spektakulärer Dachbrand hat Donnerstagmittag in Wien-Meidling für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Alarmstufe 3 wurde ausgerufen, insgesamt standen 36 Fahrzeuge und rund 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Für die Bewohner begann ein banges Warten in Ungewissheit. Sogar ein AT-Alert wurde ausgeschickt!
Kurz nach 11.30 Uhr heulten in der Böckhgasse zwischen Längenfeldgasse und Aßmayergasse die Sirenen. Aus dem Dach eines Wohnhauses schlugen plötzlich Flammen, dichte Rauchschwaden waren schon von Weitem zu sehen. Die Wiener Berufsfeuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und löste aufgrund des Ausmaßes des Brandes Alarmstufe 3 aus.
Dachkonstruktion musste geöffnet werden
Um die Flammen unter Kontrolle zu bringen, standen zahlreiche Spezialfahrzeuge im Einsatz. Die Feuerwehr setzte unter anderem Drehleitern, Teleskopmastbühnen und Großtankfahrzeuge ein. Die Löscharbeiten erfolgten über mehrere Löschleitungen und Wasserwerfer, zudem musste die Dachkonstruktion geöffnet werden, um die Brandherde gezielt bekämpfen zu können.
Auch das Drohnenteam der Feuerwehr unterstützte die Einsatzkräfte bei der Lageerkundung. Die Florianis kämpften unter schwerem Atemschutz gegen die Flammen, während dichter Rauch über den Dächern des Grätzels hing.
Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf bestätigte gegenüber der APA, dass die Flammen mit entsprechender Rauchentwicklung aus dem Gebäude in der Böckhgasse schlugen.
Hausbewohner mussten ausharren
Auch die Wiener Berufsrettung war rasch vor Ort. Ein 36-jähriger Bewohner erlitt Kreislaufprobleme und wurde medizinisch behandelt. Eine 75-jährige Bewohnerin atmete Rauchgas ein und wurde mit Sauerstoff versorgt. Sie lehnte eine weitere Behandlung im Krankenhaus jedoch ab.
Die übrigen Hausbewohner wurden von der Sondereinsatzgruppe der Berufsrettung betreut und konnten in den gekühlten Einsatzfahrzeugen Schutz suchen, während die Löscharbeiten auf Hochtouren liefen.
Erhöhte Einsatzbereitschaft angeordnet
Feuerwehrsprecher Lukas Schauer rechnete mit einem länger andauernden Einsatz. Aufgrund der umfangreichen Arbeiten und weiterer Einsätze in anderen Teilen der Stadt wurde erhöhte Einsatzbereitschaft angeordnet.
Wegen der starken Rauchentwicklung in der Umgebung appellierten die Einsatzkräfte an die Bevölkerung, den Bereich rund um die Böckhgasse möglichst zu meiden. Anrainer wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. An alle Smartphones wurde dort auch ein AT-Alert ausgeschickt (siehe Post oben)
Die Ursache für den spektakulären Dachbrand war zunächst noch unklar.
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