Pensionierungswelle

GovGPT soll Beamte in Verwaltung unterstützen

Digital
20.07.2026 11:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Österreichs Verwaltung hat mit GovGPT eine eigene KI-Anwendung erhalten. Bis Jahresende sollen rund 250.000 öffentliche Bedienstete damit bei ihrer Aufgabenerfüllung unterstützt werden. Die Anwendung ist ein Baustein der im März vorgestellten „Public AI“-Initiative.

Man wolle mit GovGPT Vorreiter in Europa sein, so Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll bei der Präsentation des neuen Tools am Montag. Man habe etwas gebaut, das „wirklich dem Anspruch eines modernen digitalen Staates gerecht wird“.

Ziel ist es, die Verwaltung angesichts neuer Herausforderungen und einer anstehenden Pensionierungswelle zu entlasten, erklärte Pröll. In den kommenden dreizehn Jahren würden 44 Prozent der öffentlichen Bediensteten in Pension gehen. Im Rahmen der Budgetkonsolidierung soll zudem nur jede zweite Stelle nachbesetzt werden.

Hilfe beim Verfassen von Texten
Das Tool sei auf die Bundesverwaltung zugeschnitten und ein „vertrauenswürdiges, souveränes“ Tool, das über Server des Bundesrechenzentrums läuft. Die Anwendung basiere aktuell auf der KI des Anbieters Mistral AI. Der französische Konzern erhalte aber keinen Zugriff auf die Daten der Verwaltung. Zudem sei das System so gebaut, dass man den Anbieter in Zukunft noch austauschen könne.

In den kommenden Tagen soll das Tool zunächst im Bundeskanzleramt implementiert werden. Danach sollen bis Jahresende schrittweise andere Teile der Verwaltung folgen. Konkret werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staates damit beim Verfassen von Texten, Zusammenfassen von Dokumenten und Anlegen von Wissenssammlungen unterstützt.

In den kommenden Monaten sollen zudem weitere Anwendungen im Rahmen der im März vorgestellten „Public AI“-Initiative an den Start gehen. Noch Ende Juli soll der Chatbot „ida“ in der ID-Austria-App und auf oesterreich.gv.at eingeführt werden. Gegen Sommerende starte außerdem im Bundeskanzleramt „der stufenweise Rollout von KI im elektronischen Akt“.

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