Schutz auf Reise nötig

FSME-Gefahr kennt weder Grenzen noch Urlaub

Wer plant, am Wochenende oder im Urlaub viel Zeit in der Natur zu verbringen, sollte sicherstellen, dass der FSME-Impfschutz auf dem aktuellen Stand ist. Das gilt auch dann, wenn die Reise ins Ausland führt. In vielen anderen europäischen Ländern gibt es ebenfalls problematische Gebiete. Schützen Sie sich jetzt noch!

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist nicht nur in Österreich, sondern in vielen europäischen Ländern ein relevantes Thema. Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass beispielsweise die Schweiz, viele Gebiete in Süddeutschland, Tschechien, Slowenien oder sogar Teile von Norditalien Endemiegebiete sind. Geradezu als FSME-Hochburg könnte man das Baltikum bezeichnen. Selbst in Skandinavien und Finnland erkranken Menschen an dem Virus.

Zeckenimpfung für die Reise
„FSME ist also auch eine wichtige Reiseimpfung“, meint Doz. Dr. Ursula Hollenstein, Reisemedizinerin und Fachärztin für Innere Medizin in Wien „Die Vorbereitung auf die nächste Reise, selbst wenn sie nur in Europa stattfindet, bietet somit eine gute Gelegenheit, um den aktuellen FSME-Impfstatus zu checken.“

Zecken lieben jene Aufenthaltsorte, die auch wir bevorzugen, wenn es warm wird: Waldränder, Wiesen, Gärten und sogar städtische Parks. Beim Vorbeigehen oder beim Liegen im Gras streifen wir sie ganz einfach von den Halmen ab. „Da Zecken sich oft unbemerkt unter unserer Kleidung bewegen, können sie sogar an Stellen stechen, die gar nicht direkt der Natur ausgesetzt waren“, erläutert Doz. Dr. Ursula Hollenstein.

Zecken rasch entfernen
Erwachsene werden besonders häufig am Unterkörper oder an den Armen gestochen, Kindern am Kopf oder am Hals. Wer eine Zecke am Körper entdeckt, sollte sie so rasch wie möglich entfernen. Das schützt zwar nicht vor FSME, kann aber helfen, eine Infektion mit Borrelien zu vermeiden.

Auch bisher Ungeimpfte können sich noch schützen. Je nach geplanten Aktivitäten und Aufenthaltsort kann ein Schnellimmunisierungsschema sinnvoll sein“, erläutert Expertin Hollenstein. „Dabei reichen – abhängig vom verwendeten Impfstoff - zwei bis drei Dosen innerhalb eines verkürzten Zeitraums aus, um noch in der aktuellen Saison einen Schutz aufzubauen.“

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